TrickFilmWelten

Animation im cinemagic

Alles tricky im cinemagic! Im Mai 2017 widmen wir uns atemberaubenden Trickfilmwelten und werfen einen Blick hinter die Kulissen der animierten Bilder. Mittels Zeichentrickfilmen, Computeranimationen, Silhouettenfilmen, dem Hybridfilm und der Knetanimation erzählen Charaktere in ihren buntesten TrickFilmWelten abwechslungsreiche Geschichten.

 

Du möchtest genauer wissen, wie den Figuren auf der Leinwand Leben eingehaucht wird und Welten miteinander verschmelzen? Dann such' dir am besten gleich einen Film aus und komm' ins cinemagic!

 

Programm als PDF

 


Animations-Techniken

Puh, dieser englische Begriff klingt kompliziert! Doch keine Sorge, er ist eigentlich ganz leicht erklärt. Dafür sehen wir uns zuerst an, wie ein klassischer Trickfilm überhaupt funktioniert. Eine Sekunde Film besteht (meistens) aus 24 einzeln aufgenommenen Bildern, die sich nur ganz wenig voneinander unterscheiden. Nachdem man ein Bild mit der Kamera aufgenommen hat, bewegt man die Figuren oder Objekte minimal weiter und nimmt wieder ein Bild auf. Spielt man alle Bilder schnell hintereinander ab, glaubt das Auge, dass es sich um ein bewegtes Bild handelt. Daher kommt der Ausdruck „Stop-Motion“, der so viel heißt wie „Stop-Bewegung“.

Klassische Zeichentrickfilme (Aristocats, Das Geheimnis der Frösche), Silhouettenfilme (Lotte Reinigers Silhouettenfilm-Klassiker) und die Knetanimation (Mein Leben als Zucchini) arbeiten mit der Stop-Motion-Technik.

Vor ziemlich genau 40 Jahren wurden die ersten Szenen mittels Computer für Filme hergestellt. Mittlerweile ist diese Animationstechnik nicht mehr von der Leinwand wegzudenken! Durch sie können die faszinierendsten Welten erschaffen werden und der Fantasie ist keine Grenze mehr gesetzt. Egal, ob Wald, Stadt, Häschen und Füchse im Film Die Häschenschule oder Der Grüffelo und Das Grüffelokind in den gleichnamigen Filmen: sie und ihre Welten entstehen zum Großteil oder fast komplett auf dem Computer.

Animations-Typen

Die Filme Aristocats und Das Geheimnis der Frösche zählen zum klassischen Zeichentrickfilm. In mühevoller Handarbeit werden einzelne Zeichnungen angefertigt, die sich – ganz im Sinn der Stop-Motion-Technik – nur minimal voneinander unterscheiden. Diese Zeichnungen hält man unter die Kamera und nimmt sie auf. Mit der Zeit hat man den Ablauf erleichtert und Figuren und Objekte auf Folien gezeichnet, sodass zumindest der Hintergrund nicht jedes Mal neu gemalt werden muss. Heutzutage vereinfacht man die Herstellung auch ein wenig und arbeitet zusätzlich mit dem Computer.

Habt ihr Lust, euren eigenen Zeichentrickfilm aus nur zwei Bildern herzustellen? Am Sa 6.5. gibt es nach der Vorstellung von Aristocats die Möglichkeit, ein kleines Daumenkino zu basteln.

Der Film Mein Leben als Zucchini zählt zum Typ der Knetanimation/zum Puppentrickfilm und beruht ebenfalls auf der Stop-Motion-Technik. Diese sehr formbare Knete wurde etwa zeitgleich mit dem Beginn des Films (1895) erfunden, aus ihr werden Figuren und Objekte hergestellt. Dementsprechend müssen auch die Hintergründe modelliert werden und beim Dreh sieht es tatsächlich aus wie in einer richtigen TrickFilmWerkstatt!
Fun-Fact am Rande: Man hatte nicht nur eine, sondern gleich zehn Puppen von der Filmfigur Zucchini!

Lotte Reinigers Silhouettenfilm-Klassiker benötigen bei der Herstellung ganz besonders viel Fingerspitzengefühl. Mit feinen Scheren werden die Figuren, Objekte und Hintergründe ausgeschnitten. Die Figuren bekommen Gelenke aus Draht, damit sie bewegt werden können und nicht für jede neue Bewegung eine Figur angefertigt werden muss. Beim Abfilmen werden die Hintergründe auf eine Glasplatte gelegt, die von unten beleuchtet wird. Dann legt man die Figuren und alle anderen Objekte darauf und macht mit der Kamera, die genau oberhalb befestigt ist, einzelne Fotos. Auch hier entsteht der Film durch die Stop-Motion-Technik.

Von einem Hybridfilm spricht man dann, wenn in einem Film die reale Welt (also alles, was wir um uns herum sehen) und animierte Figuren oder Objekte miteinander verschmelzen. Dabei ist es ganz egal, ob die Figuren aus einem klassischen Zeichentrick oder mittels Computer (CGI – Computer Generated Imagery) hergestellt werden. Im Film Die Schöne und das Biest stammt vieles, das man im Film sieht, aus der Welt, in der wir leben. Auch hinter dem Biest steckt ein menschlicher Schauspieler: Seine Bewegungen wurden aufgezeichnet (man spricht von Motion Capture, also der Bewegungserfassung), durch den Computer bekam er allerdings sein tierisches Aussehen verliehen. Auch die BewohnerInnen des verzauberten Schlosses sind animiert: Lumière, Tassilo und & Co mussten am Computer hergestellt werden, um im Film mitzuspielen. Ähnlich ist es in den Filmen Der Grüffelo & Das Grüffelokind. Während der Wald tatsächlich in einem Studio nachgebaut wurde, entstanden die Figuren am Computer. Erst am Schluss wurden beide Welten am Computer ineinandergefügt.
So entstehen zwei Hybridfilme, in denen man oft gar nicht so sicher kann sein, was genau real oder animiert ist…

Wenn du mehr zum Film Die Schöne und das Biest wissen und das Filmset genauer sehen möchtest, wirf doch einen Blick in das faszinierende Making Of auf YouTube!


Bastelaktionen

Am Sa 6.5. kannst du zum Film Aristocats und am Do 25.5. zu den Silhouettenfilm-Klassikern von Lotte Reiniger etwas Spezielles zum Trickfilm basteln!

Filmgespräch mit Gast

Zum Hybridfilm Die Schöne und das Biest am Sa 27.5. erklärt Animationsfilm-Expertin Franziska Bruckner, wie die reale Welt und Computeranimationen miteinander verschmelzen können.

Einführung zum Film

Um mehr über die Trickfilmtechniken zu erfahren, gibt es am Sa 13.5. 15:00 und Do 25.5. 11:00 zu Lotte Reinigers Sihouettenfilm-Klassikern und am So 21.5. 15:00 zu Mein Leben als Zucchini 20-minütige Einführungen vor Filmbeginn!

TRICKFILM-WORKSHOP

Du bist zwischen 8 und 14 Jahre alt und möchtest gemeinsam mit anderen einen Trickfilm im ZOOM Kindermuseum produzieren? Wenn du mit einer cinemagic-Eintrittskarte aus den TrickFilmWelten im Mai ins ZOOM Trickfilmstudio kommst, zahlst du € 5 statt € 6. Reservierung empfohlen direkt im ZOOM.
Inspirieren kannst du dich im cinemagic lassen: Vor vielen Vorstellungen zeigen wir kurze Trickfilme von Schulklassen!

 

COMIC ZEICHNEN-Workshop

Wolltest du schon immer mal deine eigene Geschichte in einem Comic darstellen? Erik vom studio linea zeigt dir im Workshop am So 21.5. von 14:00 bis 16:00 im Atelier vor Ort, wie es geht. Wenn du deine cinemagic-Eintrittskarte von einem Film im Mai vorzeigst, zahlst du € 25 statt € 45. Anmeldung für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren direkt im studio linea.

 

 

 

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