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Liebe & Sexualität im Spannungsfeld von kultureller Vielfalt und Migration

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In den Beziehungswelten und der Sexualität werden Kulturunterschiede besonders augenscheinlich. Strenge familiäre Regeln, religiöse Ge- und Verbote, kinderreiche Familien und starre Geschlechterrollen sind Teil der Sozialisation von Teilen der in Österreich aufwachsenden Kindern und Jugendlichen, deren Familien Migrationsbiographie haben. Zusätzlich begegnen wir in der jüngeren Zeit Jugendlichen, die erst wenige Monate in Österreich verbracht haben: Ein syrischer Bursche der eine Freundin kennenlernen möchte und Mädchen in der Straßenbahn anspricht. Ein Mädchen aus Afghanistan, das nicht versteht, was es bedeutet einen „Freund“ zu haben. Ein Bursche aus Somalia, der mit 17 Jahren zum ersten Mal davon hört, dass Frauen die Regelblutung haben. Verwirrung, dass es möglich ist Kinder zu haben ohne verheiratet zu sein. Viele Missverständnisse entstehen auch aus mangelndem Wissen um informelle Regeln, sowie unrealistischen Erwartungen.
Wissens- und Erfahrungsstand der Jugendlichen und ihre Wertvorstellungen unterscheiden sich nicht nur nach Herkunftsland oder Religion, sondern vor allem auch nach Bildungsgrad und sozioökonomischen Faktoren. Typisch sind starke Widersprüche zwischen den Ansprüchen und Erwartungen ihrer Familien bzw. ihrer Herkunftsmilieus und Communities und den in Österreich gängigen Sexualnormen und eigenen Wünschen. Da bei vielen Jugendlichen Sexualität in der Familie keinen Platz hat und zuhause darüber nicht gesprochen wird, sind Schule und Jugendarbeit neben der peer-group und dem Internet die einzigen Informationsquellen. Die Herausforderung an die Jugendarbeit und Pädagogik besteht darin, sexueller Bildung auf Basis der sexuellen und reproduktiven Rechte (die nicht verhandelbar sind) zu leisten, die den Jugendlichen mit ihren Wertorientierungen jedoch respektvoll begegnet.

Inhalte der Fortbildung:

 Liebesbeziehungen und kulturelle Vielfalt
 Was sind die Spielregeln zwischen Mädchen und Burschen in Österreich?
 Wie können mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Thema Körper, Liebe und Sexualität mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen thematisiert werden?
 Was sind typische kulturell geprägte Themen und Fragestellungen?
 Welche Vorstellungen von Beziehung und Familienplanung bringen die Jugendlichen mit?
 Welche Settings und Methoden eignen sich für stark tabuisierte Themen?
 Erfahrungsaustausch und Diskussion

ReferentIn: Stephan Hloch, Sexualpädagoge, Psychologe / Mag.a Sabine Ziegelwanger, Sexualpädagogin, Soziologin

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Ort

wienXtra-institut für freizeitpädagogik
Albertgasse 35/II
Seminarraum 1 - 1.Stock
1080 Wien

Termine

Termine

  • Di, 30. Mai 2017
    Von: 9:00 bis: 12:00

Preise

Alle
  • Normalpreis: 12,00 Euro

Rückerstattung für Ehrenamtliche

Veranstalter

wienXtra-institut für freizeitpädagogik
Albertgasse 35/II
1080 Wien
Telefon: 01-4000-83 415
Website:

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