Ausbildungspflicht

Jugendliche müssen nach der Pflichtschule eine Ausbildung machen. Zum Beispiel:

  • eine weiterführende Schule
  • eine Lehre
  • einen Lehrgang
  • einen Kurs vom AMS

Die Ausbildungspflicht gilt bis zum 18. Geburtstag.

Für wen gilt die Ausbildungspflicht?

Die Ausbildungspflicht gilt für alle Jugendliche, die ab 2017 ihre Schulpflicht beenden.

Die Ausbildungspflicht kann auch "ruhen"; z.B. wenn jemand krank ist, ein Kind bekommt, ein Freiwilliges Soziales Jahr macht.

Für jugendliche AsylwerberInnen gilt die Ausbildungspflicht nicht.

Darf ich mir einen Job als Hilfsarbeiter oder Hilfsarbeiterin suchen?

Eine Hilfsarbeit gilt nicht als Ausbildung. Hilfsarbeit ist erlaubt, wenn sie im Perspektiven- oder Betreuungsplan vereinbart wird.

Der Perspektive- und Betreuungsplan wird gemeinsam mit dem Jugendcoaching oder dem AMS erstellt. Der Plan beschreibt die Schritte, wie ein Jugendlicher oder eine Jugendliche die Ausbildungspflicht erfüllen kann.

Was passiert, wenn ich keine Ausbildung mache?

Jugendliche, die keine Ausbildung machen, bekommen eine Einladung zu Gesprächen beim Jugendcoaching oder beim AMS.

Was müssen Eltern tun?

Die Eltern sind dafür verantwortlich, dass ihr Kind eine Ausbildung macht.

Innerhalb von 4 Monaten nach der Pflichtschule oder nach der letzten Ausbildung, müssen Jugendliche eine neue Ausbildung beginnen. Machen sie das nicht, haben Eltern die Pflicht, ihr Kind bei der Koordierungsstelle zu melden. Kommen sie ihrer Pflicht nicht nach, kann eine Anzeige und eine Geldstrafe die Folge sein.

Ich bin unter 18 und habe eine Ausbildung abgeschlossen. Muss ich eine weitere Ausbildung machen?

Nein, mit dem Abschluss einer Lehre oder berufsbildenden mittleren Schule ist die Ausbildungspflicht erfüllt.

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