Praktikum

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Ein Praktikum steht im Zusammenhang mit einer Ausbildung, die du gerade machst oder beginnen möchtest.

Du sammelst erste berufliche Erfahrungen, knüpfst Kontakte für spätere Bewerbungen, lernst den Arbeitsalltag kennen und erweiterst deine Kenntnisse.

Pflichtpraktika sind in Lehrplänen einiger Schulen vorgeschrieben. Das Praktikum gehört zu deiner Ausbildung, es ergänzt dein schulisches Wissen.

Ein freiwilliges Praktikum machst du, um einen Beruf kennen zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Eine Form des freiwilligen Praktikums ist das Volontariat.

Die Rechte und Pflichten in einem Praktikum hängen von der Art des Arbeitsverhältnisses ab: Ein Praktikum kann ein Ausbildungs- oder ein Arbeitsverhältnis sein.

Volontariate sind z.B. häufig Ausbildungsverhältnisse. Pflichtpraktika und freiwillige Praktika können beides sein.

Praktikum als Arbeitsverhältnis

Beim Praktikum als Arbeitsverhältnis geht es um die Arbeitsleistung, die du für das Unternehmen erbringst. Dafür hast du zum Beispiel das Recht auf den Mindestlohn oder das Mindestgehalt, bezahlte Krankenstandstage, Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und bezahlte Urlaubstage.

Praktikum als Ausbildungsverhältnis

Beim Praktikum als Ausbildungsverhältnis stehen das Lernen und das Kennenlernen des Berufes im Vordergrund. Es gibt kein Recht auf Mindestbezahlung. Dafür musst du dich auch nicht an die Arbeitszeiten des Betriebes halten und auch keine persönliche Arbeitsleistung erbringen.

Auf jeden Fall wird aber mit dem Unternehmen eine Praktikumsvereinbarung geschlossen.

In jedem Fall gelten für Jugendliche unter 18 Jahren besondere Bestimmungen. Geregelt ist das im Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungs-Gesetz (KJBG). Die tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden darf z.B. nicht überschritten werden und Überstunden sind verboten.

Jobsuche - Wie finde ich freie Stellen?

Viele Jugendliche finden ihren Ferienjob oder ihre Praktikumsstelle über Eltern, Verwandte, Bekannte und FreundInnen. Verlass dich aber nicht darauf, sondern mach dich aktiv auf die Suche nach freien Stellen:

  • Nur ein kleiner Teil der Jobangebote wird öffentlich ausgeschrieben. Die restlichen Stellen sind "versteckt". Du wirst sie nur finden, wenn du aktiv wirst, Firmen kontaktierst und dich bewirbst.
  • Firmen findest du z.B. in Branchenverzeichnissen (z.B. Herold, Firmen A-Z).
  • Viele Jobs und Praktika werden durch Mundpropaganda vergeben. Die Unternehmen schreiben die Stellen nicht aus, sondern verlassen sich auf Empfehlungen von Angestellten oder Bekannten.  Informiere deshalb möglichst viele Leute (z.B. Bekannte und Verwandte) von deiner Jobsuche.
  • Erkundige dich bei Schüler_innen/Student_innen höherer Semester, wo diese in den Ferien gearbeitet oder ihr Praktikum gemacht haben.
  • Schau dir regelmäßig Online-Jobbörsen und Jobsuchmaschinen nach Inseraten durch. Hin und wieder gibt es Stellenangebote in den Wochenendbeilagen von Tageszeitungen.

Tipps zur Jobsuche, rechtliche Hinweise, Servicestellen, Bewerbungstipps

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Letzte Aktualisierung: Februar 2017

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