Tattoo & Piercing

Infos A-Z » Tattoo & Piercing » Bodymodification

Bodymodification sind bewusst herbeigeführte verändernde Eingriffe am Körper.

Streng genommen sind also auch Tattoos und Piercings Bodymodifications.

 

 

Stretching ist das Dehnen von Piercingkanälen, um größeren Schmuck in den Ohrläppchen tragen zu können (z.B. Flesh Tunnels, Plugs). Auch andere gepiercte Körperstellen können geweitet werden (z.B. Nasenflügel, Nasenscheidewand).

Zum Dehnen gibt es verschiedene Methoden. Bewährt hat sich ein Dehnungsstift, der langsam im Stichkanal nachgeschoben wird. Dabei entsteht keine frische Wunde.

Gegen das Selber Dehnen spricht gesundheitlich nichts, wenn

  • die gedehnte Stelle regelmäßig gesäubert,
  • der Dehnungsstift desinfiziert und
  • langsam gedehnt wird.

"Langsam dehnen" bedeutet, mit einem kleinen Durchmesser zu beginnen und nicht nachzudehnen, wenn es weh tut oder zu bluten beginnt.

Beim Kauf des Dehnungsstifts kannst du dich im Piercingstudio beraten lassen.

Wenn du den Tunnel nicht mehr haben magst:

Einfach rausnehmen. Weg ist er.

Bedenke: Große Dehnungen gehen nicht mehr von selbst zurück. Das heißt: Dehnungen ab ca. 5 Millimeter Durchmesser bleiben so. Operativ können die Löcher verkleinert werden. Pro Ohr müssen mit Kosten in der Höhe von mindestens 500€ aufwärts gerechnet werden.

Bei Skarifizierungen werden durch Schneiden (Cutting) oder Einbrennen (Branding) Schmucknarben auf der Haut angebracht.

Für Menschen, die dunkle Haut haben oder auf Tattoofarben allergisch sind, ist ein in die Haut geritztes oder gebranntes Bild eine Alternative zu Tätowierungen.

Ein Trans- oder Microdermal ist ein Metallblättchen, das über einen kleinen Schnitt unter die Haut geschoben wird. Darüber wird ein Loch für die Befestigung des Schmucks ausgestanzt. Auf die Metallplatte können ein oder mehrere Aufsätze geschraubt werden.

Ein Transdermal kann nicht selbst entfernt werden. Dazu muss man in ein Piercing-Studio.

Ausgebildete Tätowierer_innen und Piercer_innen

  • verfügen über ein Ausbildungszertifikat
  • den Gewerbeschein
  • viel Erfahrung
  • haben medizinisches Grundwissen
  • wissen, worauf sie beim Tätowieren oder Piercen achten müssen
  • geben Informationen aller Art, z.B. welche Stellen besonders schmerzempfindlich sind.
  • beraten dich ausführlich, verständlich und freundlich.

Außerdem ist es für sie selbstverständlich

  • über mögliche Nachteile aufzuklären, z.B. Schädigung der Zähne durch ein Lippenpiercing
  • Motivwünsche zu hinterfragen, z.B. "Willst du wirklich den Namen deiner Freundin auf der Stirn haben?"...

Auch über die Größe des Motivs, Farben, Formen und den Preis geben Tätowierer_innen und Piercer_innen zuverlässig Auskunft.

Wenn du an Bodymodification aller Art interessiert bist: Frag im Studio deines Vertrauens nach, ob sie dir Kontakte empfehlen können.

Ab deinem 18. Geburtstag bist du volljährig und kannst verändernde Eingriffe an deinem Körper durchführen lassen. Deine Ohrlöcher dehnen darfst du bereits ab 14 Jahren.

Infos und Tipps zur Wahl des Motives, Studiowahl, Stechvorgang, Preise und rechtliche Hinweise rund um Tattoo und Piercing

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Letzte Aktualisierung: April 2018

Infos A-Z » Tattoo & Piercing » Piercing

Ein Piercing ist eine spezielle Form von Schmuck (z.B. Ringe, Stäbe), der durch die Haut oder Hautfalten gestochen wird.

Willst du ein Piercing haben, musst du dir einiges dazu überlegen. Wo soll es sein? Darfst du es allein entscheiden? In welchem Studio lässt du es machen?

Bedenke: Auch wenn du es rausnimmst, eine kleine Narbe wird immer bleiben.

 

 

Jedes Piercing hat unterschiedliche Verheilungszeiten. Erkundige dich im Vorfeld, mit welcher Zeitspanne du rechnen musst.
Ein Zungenpiercing heilt z.B. innerhalb von zwei Wochen vollständig. Ein Bauchnabel-Piercing braucht mehrere Monate. Da jeder Mensch unterschiedlich ist, ist das auch bei der Heilungsdauer so.

Da es mittlerweile kaum Stellen gibt, an denen ein Piercing nicht möglich ist, sprich mit dem Studio deines Vertrauens über dein persönliches Wunsch-Piercing.

Im Vorfeld zu überlegen:

In manchen Arbeitsbereichen musst du Piercings im Gesichtsbereich aufgrund von Hygienevorschriften rausnehmen oder abkleben (z.B. als Koch/Köchin). Überlege also, was Eltern und Familie, Freund_innen, die Schule, Vorgesetzte oder Arbeitskolleg_innen sagen werden. Erkundige dich im Vorfeld, ob es Verbote gibt.

Auch beim Sport kann ein Piercing stören, z.B. beim Kampfsport.  

Ein Piercing ist ein Fremdkörper und kann vom Körper abgestoßen werden. Allergien, Unverträglichkeiten oder (zum Teil große) Schmerzen sind möglich. In der Regel verheilt es aber gut, wenn es richtig gestochen wurde.

Willst du dein Piercing nicht mehr haben, kannst du es einfach herausnehmen. Eine kleine Narbe bleibt trotzdem.

Jeder Körper reagiert verschieden auf Eingriffe. Das ist auch bei Piercings so. Was bei der einen Person nicht weh tut und problemlos abheilt, kann bei der anderen zu Schmerzen und Komplikationen führen.

Manche Menschen sind auf bestimmte Metalle allergisch. Piercingschmuck sollte z.B. niemals aus Nickel sein, Silber und Gold sind auch nicht unproblematisch. Piercingschmuck besteht meist aus Chirurgenstahl oder Titan, was im Allgemeinen gut verträglich ist. Bist du Allergiker_in, sprich vorher mit deiner/deinem ÄrztIn darüber.

Bei Arztbesuchen wird oft verlangt, dass man das Piercing für die Dauer der Untersuchung entfernt. Musst du operiert werden, ist es ebenfalls vorgeschrieben, alle Piercings herauszunehmen.

Tipps rund ums Piercing:

  • Erkundige dich bei gepiercten Menschen nach ihren Erfahrungen.
  • Kommt ein längerer Krankenhausaufenthalt auf dich zu, verschieb das Piercen auf die Zeit danach.
  • Planst du ein Intimpiercing, besprich dich im Vorfeld mit deiner/m GynäkologIn oder deiner/m UrologIn.
  • Kontrolliere regelmäßig, ob dein Schmuck ordnungsgemäß verschlossen ist.

Das Piercen dauert meist nur sehr kurz. Nach ca. 10 Minuten ist alles vorbei.

Manchmal verträgt der Körper das Piercen nicht und es kommt zu Kreislaufproblemen. Ausreichend essen und trinken im Vorfeld können das "Umkippen" mitunter verhindern. Nimm dir eine Vertrauensperson mit, wenn du Lampenfieber hast.

Schalte dein Handy auf "Lautlos", damit ihr ungestört seid, und lass dir jeden Schritt erklären.

Konkret läuft es so ab:

  • Der Arbeitsbereich wird großflächig sterilisiert, die Einwegnadel aus der Verpackung genommen und der Schmuck vorbereitet.
  • Die/der PiercerIn reinigt und desinfiziert die zu piercende Stelle.
  • Eine örtliche Betäubung ist nicht vorgesehen. Durch Betäubungssalben kann sich der Heilungsprozess verzögern. Für die Schleimhäute sind viele Salben ohnehin nicht geeignet.
  • Mit einem Stift wird die Stelle markiert, wo das Piercing sitzen soll. Die Position wird so gewählt, dass keine Blutgefäße verletzt werden.
  • Du hast nun die Möglichkeit, den genauen Sitz des Piercings im Spiegel zu begutachten. Bist du nicht zufrieden, sag es und finde gemeinsam mit der/dem PiercerIn eine Lösung.
  • Anschließend fixiert eine Piercingzange die zu durchstechende Hautfalte oder den Knorpel. Mit einer speziellen Hohlnadel, die von einer Kunststoffhülle umgeben ist, wird die Stelle durchstochen. Die Hohlnadel stanzt dabei ein Loch in die Haut und wird anschließend entfernt. Über den im Stichkanal verbleibenden Kunststoffüberzug wird nun der Schmuck eingefädelt.

Läuft alles planmäßig, dann blutet es kaum.

Manchmal kann der gewünschte Schmuck erst nach der vollständigen Heilung getragen werden.  Bei einem Zungenpiercing wird z.B. zu Beginn ein längerer Stab verwendet, um möglichen Schwellungen Raum zu lassen. Ist alles gut verheilt, wird ein kürzerer Stab eingesetzt.

Immer: Wenn Probleme nach dem Piercen auftreten oder du noch Fragen hast, kontaktiere das Piercingstudio.

Grundsätzlich gilt: Je größer der Stichkanal ist, desto länger dauert die Heilung. Sehr warme Temperaturen, Schmutz und ständiges Herumspielen am Piercing verzögern den Heilungsprozess. Auch enge bzw. reibende Kleidung und Besuche im Schwimmbad, Sauna oder Solarium sind in den ersten Wochen zu vermeiden.

Im Piercingstudio wird dir ein Infoblatt zur Pflege mitgegeben. Falls du dazu Fragen hast, sprich mit der/dem PiercerIn darüber:

  • Reinige und desinfiziere dein Piercing ein- bis zweimal am Tag.
  • Halte es sauber und trocken und wasch dir die Hände, bevor du es berührst. Solange es nicht vollständig verheilt ist, kann sich das Piercing leicht entzünden.
  • Bei Piercings im Mundbereich gilt für die ersten Tage ein Rauch- und Kussverbot. Auch auf Oralsex soll verzichtet werden.
  • Es wird empfohlen, nach jedem Getränk oder jeder Mahlzeit den Mund zu spülen, damit sich Bakterien und Keime nicht ansiedeln können.
  • Ferner macht es Sinn in der ersten Woche keine Milchprodukte wie Käse oder Jogurt zu konsumieren, da sie Milchsäurebakterien enthalten. Diese verzögern den Heilungsprozess.
  • Auch heißes oder scharfes Essen kann zu Schmerzen und Entzündungen führen.

Wenn die Schmerzen sehr stark sind und du im Piercingstudio niemanden erreichen kannst: Geh zum Arzt, zu einer Ärztin.

Ausgebildete Tätowierer_innen und Piercer_innen

  • verfügen über ein Ausbildungszertifikat
  • den Gewerbeschein
  • viel Erfahrung
  • haben medizinisches Grundwissen
  • wissen, worauf sie beim Tätowieren oder Piercen achten müssen
  • geben Informationen aller Art, z.B. welche Stellen besonders schmerzempfindlich sind.
  • beraten dich ausführlich, verständlich und freundlich.

Außerdem ist es für sie selbstverständlich

  • über mögliche Nachteile aufzuklären, z.B. Schädigung der Zähne durch ein Lippenpiercing
  • Motivwünsche zu hinterfragen, z.B. "Willst du wirklich den Namen deiner Freundin auf der Stirn haben?"...

Auch über die Größe des Motivs, Farben, Formen und den Preis geben Tätowierer_innen und Piercer_innen zuverlässig Auskunft.

Wenn du an Bodymodification aller Art interessiert bist: Frag im Studio deines Vertrauens nach, ob sie dir Kontakte empfehlen können.

Unter 14-Jährige dürfen nicht gepierct werden.
Ab deinem 14. Geburtstag kannst du dich mit Zustimmung deiner Eltern piercen lassen. Auf diese Zustimmung kann verzichtet werden, wenn das Piercing voraussichtlich innerhalb von 24 Tagen heilt.

Viele Studios haben in ihrer Hausordnung festgelegt, dass sie z.B. grundsätzlich erst ab 16 Jahren piercen oder bei allen Minderjährigen (also alle unter 18) eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern verlangen.

Die Hausordnung gibt sich jedes Studio selbst. Diese beinhaltet Richtlinien für die Arbeit im Studio.

Ab deinem 18. Geburtstag bist du volljährig und bestimmst selbst über deinen Körper. In vielen Studios unterzeichnest du – unabhängig vom Alter – eine Einverständniserklärung für den Eingriff an deinem Körper.

Infos und Tipps zur Wahl des Motives, Studiowahl, Stechvorgang, Preise und rechtliche Hinweise rund um Tattoo und Piercing

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Letzte Aktualisierung: April 2018

Infos A-Z » Tattoo & Piercing » Tattoo

Beim Tätowieren wird mit einer (elektronischen) Tätowiermaschine Farbe in die Haut gestochen. Mit dieser Technik sind kunstvolle Muster und komplexe Motive in sämtlichen Farben machbar.

In der Regel sind Tattoos teuer und für immer. Überleg dir also das Motiv gut und lass dich im Tattoo-Studio deiner Wahl beraten, damit du dich nicht später über deine jugendlichen Tattoo-Sünden ärgern musst.  

Bei der Motivwahl musst du für dich einige Fragen klären:

  • Schwarz-weiß oder in Farbe?
  • Wie groß soll es sein?
  • Auf welche Körperstelle?
  • Wird mir das Motiv noch gefallen, wenn ich 30, 40, 50 bin? 

Besprich dich mit Freund_innen und überlege, ob du für immer damit rumlaufen magst. Als tätowierter Mensch wird man auf seine Tattoos immer wieder angesprochen, was manchmal unpassend oder unangenehm sein kann.

Außerdem verändert sich eine Tätowierung: Feine Linien erscheinen etwas ausgewaschen und verbreitern sich. Die Haut dehnt sich bei Gewichtszunahme. Umgekehrt schrumpft sie bei Gewichtsabnahme. Vor allem am Bauch oder auf den Oberschenkeln können sich die dort gestochenen Tätowierungen verändern. 

Bestimmte Körperstellen tun mehr weh als andere. Frag im Tattoo-Studio nach, wenn Unklarheiten auftreten.

Für die meisten Menschen ist der Tätowierungsvorgang schmerzlich. An manchen Körperstellen tut es mehr weh als an anderen, z.B. dort, wo die Haut sehr dünn ist (Knöchel, Nierengegend).

Manche Personen sind auf die Inhaltstoffe von Tattoofarben allergisch. Das Tattoo kann sich "erhaben" anfühlen, brennen oder jucken, obwohl es abgeheilt ist. Das ist äußerst selten der Fall. Leider bemerkt man das in den allermeisten Fällen erst dann, wenn das Tattoo bereits gestochen wurde. Bist du Allergiker_in, sprich vorher mit deiner/deinem ÄrztIn darüber.

Wenn Muttermale "überstochen" werden, sind sie oft nicht mehr sichtbar. Bei der hautärztlichen Untersuchung können somit gesundheitsgefährdende Veränderungen nicht erkannt werden. Weise die/den ÄrztIn darauf hin.

In vielen Arbeitsbereichen repräsentiert man mit seinem Aussehen das Unternehmen. Die Angestellten tragen Dienstkleidung, Kostüm oder Anzug. Tätowierungen und Piercings sind nicht immer gern gesehen, auch wenn sie die eigene Persönlichkeit unterstreichen. Zum Beispiel müssen im Gastronomiebereich Piercings oft entfernt oder abgeklebt werden. Auch Tattoos können problematisch sein.

Tattooentfernung?
Dank moderner Technologien kann eine Tätowierung (fast) vollständig entfernt werden. Damit verbunden sind allerdings finanzielle Kosten, Schmerzen und mitunter Narben. Großflächige Tattoos oder spezielle Farben wie z.B. Grün- oder Gelbtöne sind bei manchen Menschen schwieriger zu entfernen. Je nach chemischer Beschaffenheit der Farben bleibt eine Art "Resttattoo" übrig.

Wer seine Tätowierung nicht mehr haben möchte, wendet sich an eine/n HautärztIn mit Erfahrung in der Tattoo-Entfernung. Rechne mit hohen Kosten.

Eine durchschnittliche "Tattoositzung" dauert zwei bis drei Stunden. Meist sind schon Liege bzw. Sessel und benötigte Arbeitsmittel desinfiziert und vorbereitet. Die Farbe wird in kleinen Fingerhüten (Farbkappen) frisch abgefüllt und darf nicht für andere Personen verwendet werden.

Tipps rund ums Tätowieren:

  • Trink am Vortag keinen Alkohol. Dein Kreislauf wird es dir danken.
  • Nimm dir eine Begleitung mit. Das mindert das Lampenfieber.
  • Bring was zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen mit.
  • Traubenzucker ist gut für die Nerven.
  • Vereinbare mit der/dem Tätowierer_in eine STOPP-Regel, wenn gar nichts mehr geht.
  • Schalte dein Handy auf "Lautlos", damit ihr ungestört seid, und lass dir jeden Schritt erklären.

Konkret läuft es dann so ab:

  • Zu Beginn wird die betreffende Hautstelle rasiert und mit Desinfektionsspray eingerieben. Dann zeichnet die/der Tätowierer_in das Motiv auf eine Art Pauspapier, das dann befeuchtet und auf die Haut geklebt wird. Die Konturen deines Motivs (Outlines) werden so auf deine Haut übertragen.
  • Nun hast du Gelegenheit zu prüfen, ob alles zu deiner Zufriedenheit ist. Oft benötigt es mehrere Versuche, bis der Entwurf an der besten Stelle platziert ist. Das ist ein kreativer Prozess – sag, wenn dir etwas nicht gefällt. Immerhin ist es dein Körper, der ein Leben lang damit verziert ist.
  • Damit die Haut etwas weicher wird, wird Vaseline aufgetragen. Die/der Tätowierer_in beginnt dann mit dem Stechen der Outlines. Die ersten Stiche können unangenehm und schmerzhaft sein. Nach ca. zehn Minuten gewöhnt sich der Körper an den Schmerz und es tut in der Regel weniger weh.
  • Die/der Tätowierer_in trägt die ganze Zeit Handschuhe und wechselt diese regelmäßig. Außerdem sollte sie/er immer wieder nachfragen, wie es dir geht und kurze Pausen anbieten. Wenn das nicht der Fall ist und du das Gefühl hast, dass dir schlecht oder schwindelig wird, fordere eine Pause ein.
  • Durch das Tätowieren beginnt deine Haut zu bluten. Die/der Tätowierer_in wischt neben dem Stechen permanent mit besonders saugfähigen Tüchern Blut und überschüssige Farbe weg.
  • Sobald ihr fertig seid, kommt eine dicke Schicht Vaseline auf dein Tattoo. Mit Frischhaltefolie klebt die/der Tätowierer_in die Tätowierung ab. Dadurch ist diese vor Schmutz geschützt und der Heilungsprozess kann beginnen.
  • Ein neues Tattoo ist wie eine frische Wunde zu behandeln – nimm die Folie erst nach ein paar Stunden ab, säubere deine Haut mit lauwarmem Wasser und tupfe es vorsichtig trocken. Nach wenigen Stunden bildet sich eine Kruste.

Wenn Probleme nach dem Tätowieren auftreten, kontaktiere das Tattoostudio oder eine/n ÄrztIn.

Halte dein Tattoo sauber und trocken. Creme es zwei- bis dreimal am Tag mit einer Heilsalbe ein. Auch wenn es noch so juckt – versuche nicht zu kratzen. Als Alternative kannst du mit der flachen Hand auf das juckende Tattoo klopfen.

Vermeide während des Heilungsprozesses:

  • Direkte Sonnenbestrahlung
  • Enge Kleidung
  • Sauna, Solarium und Schwimmbad (Duschen ist kein Problem)
  • Schmutz

Dein Tattoo ist anfangs wie eine offene Wunde zu behandeln, die mit der Zeit verheilt. Wenn es sehr warm ist, wird die Heilung länger dauern.

Lass viel frische Luft an dein Tattoo – nach zwei bis vier Wochen sollte alles abgeheilt sein.

Ausgebildete Tätowierer_innen und Piercer_innen

  • verfügen über ein Ausbildungszertifikat
  • den Gewerbeschein
  • viel Erfahrung
  • haben medizinisches Grundwissen
  • wissen, worauf sie beim Tätowieren oder Piercen achten müssen
  • geben Informationen aller Art, z.B. welche Stellen besonders schmerzempfindlich sind.
  • beraten dich ausführlich, verständlich und freundlich.

Außerdem ist es für sie selbstverständlich

  • über mögliche Nachteile aufzuklären, z.B. Schädigung der Zähne durch ein Lippenpiercing
  • Motivwünsche zu hinterfragen, z.B. "Willst du wirklich den Namen deiner Freundin auf der Stirn haben?"...

Auch über die Größe des Motivs, Farben, Formen und den Preis geben Tätowierer_innen und Piercer_innen zuverlässig Auskunft.

Wenn du an Bodymodification aller Art interessiert bist: Frag im Studio deines Vertrauens nach, ob sie dir Kontakte empfehlen können.

Unter 16-Jährige dürfen nicht tätowiert werden.

Mit Zustimmung der Eltern ist es ab dem 16. Geburtstag erlaubt.

Einige Studios bestehen auf eine schriftliche Bestätigung der Erziehungsberechtigten und einen gültigen Lichtbildausweis (Pass oder Personalausweis). Andere Studios tätowieren grundsätzlich keine Minderjährigen.

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Letzte Aktualisierung: Mai 2018

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