Geschlechtssensible Abzählreime, Kniereiter und Fingerspiele

zwei lachende Mädchen
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Geschlechtssensible Erziehung kann ganz leicht sein. Zum Beispiel, wenn ihr Kinderlieder, Kniereiter oder Abzählreime geschlechtssensibel formuliert, je nachdem ob ihr mit einen Mädchen oder einem Buben spielt. Hier ein paar Anregungen:

Abzählreime

Eins, zwei, drei, vier, fünf
Der Storch/Frau Storch hat keine Strümpf,
der Frosch/Frau Frosch hat kein Haus
und du musst raus! 

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben
eine alte Frau/ein alter Mann kocht Rüben,
eine alte Frau/ein alter Mann kocht Speck
und du bist weg! 

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben
Wo ist nur mein Freund/meine Freundin geblieben?
Ist nicht hier, ist nicht da,
ist wohl in Amerika! 

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht
Kasper/Kathi hat so laut gelacht,
dass im Haus der Balken kracht.
Das Haus fällt ein,
und du musst es sein! 

Kniereiter und Fingerspiele
 
Himpelchen und Pimpelchen steigen auf einen Berg.
Himpelchen die Heinzelfrau/der Heinzelmann/, Pimpelchen der Zerg/Frau Zwerg.
Sie blieben lange oben sitzen und wackeln mit den Zipfelmützen. Doch nach 52 Wochen sind sie in den Berg gekrochen. 
Volksgut, bearbeitet von Brigitte Vogt

Zehn kleine Zappelmänner/Zappelfrauen
zappeln auf und nieder.
Zehn kleine Zappelfrauen/Zappelmänner
zappeln immer wieder.
Zehn kleine Zappelmänner/Zappelfrauen
zappeln hin und her.
Zehn kleinenZappelfrauen/ Zappelmännern
fällt das gar nicht schwer. 
Volksgut, bearbeitet von Astrid Schwarz

Steigt ein Bübchen/Mädchen auf den Baum
steigt so hoch, man sieht es kaum.
Hüpft von Ast zu Ästchen
schaut ins Vogelnestchen.
Ei, da lacht es
hui, da kracht es,
plumps, da liegt es unten. 
Volksgut, bearbeitet von Brigitte Vogt

Es war eine Mutter/ es war mal ein Vater, die/der hatte vier Kinder:
den Frühling, den Sommer den Herbst und den Winter.
Der Frühling bringt Blumen,
der Sommer bringt Klee.
Der Herbst, der bringt Trauben,
der Winter bringt Schnee. 
Volksgut, bearbeitet von Brigitte Vogt

Hoppa, hoppa Reiterin/Reiter
wenn sie/er fällt, dann schreit sie/er.
Fällt sie/er in den Graben
fressen sie/ihn die Raben.
Fällt sie/er in den Sumpf
macht die Reiterin/der Reiter plumps.
Volksgut, bearbeitet von Silvia Herincs, Education Box 2005

Gruppenspiel

Armer schwarzer Kater, arme schwarze Katze
Die Kinder sitzen im Kreis. Ein Kind spielt die arme schwarze Katze oder den armen schwarzen Kater. Er/Sie läuft auf allen vieren zu einem Kind und ruft traurig „Miau!" Das Kind tröstet die Katze bzw. den Kater, streichelt ihn/sie dreimal und sagt:
„Arme schwarze Katze“ bzw. „Armer schwarzer Kater!“ Bleibt das Kind ernst dabei, darf die Katze/der Kater weiterspielen. Lacht das Kind aber, übernimmt es die Rolle der Katze bzw. des Katers.
Rolf Krenzer/Paul G. Walter, bearbeitet von Silvia Herincs, Education Box 2005


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