JUGENDKULTUR - POLITISCHE BILDUNG - PRÄVENTION

Politische Bildung ist ein Schwerpunkt im aktuellen Programm des WIENXTRA-Instituts für Freizeitpädagogik (IFP). In Kooperation mit der boJA Beratungsstelle Extremismus gilt er der Präventionsarbeit: Jugendliche benutzen gern gesellschaftlich geächtete Narrative, um zu provozieren oder sich abzugrenzen: Wo liegen die Grenzen zum Extremismus? Wie kann Prävention, sofern sie sich als politische Bildungsarbeit mit den Jugendlichen versteht, gelingen? Welche Handlungsspielräume ergeben sich, wenn auf die eigene Haltung reflektiert wird? Zusätzlich präsentiert der Verein Multikulturelles Netzwerk ein eigenes Gewaltpräventionsprojekt. Andere Veranstaltungen widmen sich Klassikern wie Partizipation und Toleranz.

Die Seminare

Präventivmaßnahmen sind dazu da, Gewalt zu verhindern, bevor sie entsteht. Je früher damit begonnen wird, desto besser! Der Fachbereich Gewaltprävention des Vereins Multikulturelles Netzwerk hat heuer das Projekt „Cult. Gewaltprävention“ gestartet – einem niederschwelligen Angebot, das in der außerschulischen Jugendarbeit angesiedelt ist. Gewalt begegnet uns in vielen verschiedenen Formen im alltäglichen Leben. Oft fällt es schwer richtig zu reagieren, gefährliche Situationen zu erkennen oder es fehlt an geeigneten Strategien, um Muster von Gewalt zu durchbrechen.
Bei diesem Infoabend werden erste praxisnahe Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und eine Reflexion eröffnet, um sich mit dem täglichen Tun auseinanderzusetzen. Diese Bildungsveranstaltung findet als Kooperation zwischen dem Verein Multikulturelles Netzwerk und dem WIENXTRA-Institut für Freizeitpädagogik statt. Das Projekt wird von der Stadt Wien – Bildung und Jugend und Kinder- und Jugendhilfe gefördert.


Referent_in: Olivia Mayrzett, Antigewalttrainerin / BA Murat Percin, Antigewalttrainer

Wann: Di, 7. März 2023, 18:00-21:00
Wo: WIENXTRA - Institut für Freizeitpädagogik

Anmeldung

Während das Internet anfangs vorwiegend hinsichtlich seines Potenzials für die gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Entwicklung gerühmt worden ist, werden in jüngerer Zeit die Gefahren sozialer Medien für Willensbildung und Miteinander stärker thematisiert. Niederschwellige Beteiligungsformen, Mobilisierung und Sichtbarkeit für gesellschaftliche Anliegen stehen Desinformation, Anfeindungen und politischen Extremismen gegenüber. Die digitalen Oasen, in denen Aufklärung und Demokratie blühen sollten, drohen mancherorts zu Kloaken voll Verschwörungsmythen und Radikalisierungsgefahren zu kippen. Der Kurs diskutiert die Bandbreite von demokratierelevanten Auswirkungen des Netzes (von lokal bis global) und zeigt, wovor man sich in Acht nehmen sollte und worauf man noch hoffen darf.

Referent_in: Dr. Christian Schwarzenegger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Augsburg

Wann: Mi, 8. März 2023, 9:00-12:00
Ort: WIENXTRA - Institut für Freizeitpädagogik

Anmeldung

Was bedeutet Toleranz – wo beginnt sie und wo endet sie? Wie entwickelt sich Identität und warum ist für ein „ICH“ unbedingt auch ein „DU“, ein_e andere_r nötig? Wodurch und warum unterscheide ich mich von „den ANDEREN“? Und was hat das alles mit Ressentiments und Vorurteilen zu tun? Diese Bildungsveranstaltung thematisiert, was Toleranz bedeutet und was Vorurteile sind, wie sie entstehen, wie sie unseren Alltag begleiten und welche Folgen sie für Gruppen bzw. die Gesellschaft als Ganzes haben. Teilnehmer_innen bekommen die Chance sich kritisch mit den eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen, mit anderen über gängige Vorurteile zu diskutieren und diese zu hinterfragen. Neben der Wissensvermittlung geht es auch um die Ermächtigung zu fundierter Diskussion und Auseinandersetzung mit den genannten Themen.

Referent_in: Franziska Schindler, Fachreferentin / BA Safira Jürgens, Fachreferentin

Wann: Mo, 24. April 2023, 14:00-17:00
Wo: WIENXTRA - Institut für Freizeitpädagogik

Anmeldung

Ziel des Seminars ist, den Begriff des Extremismus breiter zu fassen, neue Handlungsspielräume zu entwickeln und in kritischer Auseinandersetzung einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen. Ausgangspunkt ist die Lebenswelt von Jugendlichen im Zusammenspiel mit sozialen, historischen, politischen und kulturellen Aspekten.
Ziele:
→Gesellschaftliche Rollen ins Schweben bringen, eigene Positionen, Vorurteile und Wertehaltungen hinterfragen
→Raum für Kritik bieten: politische Haltungen zulassen und diskutieren
→Entwicklungs- und Umsetzungsmöglichkeiten pädagogischer Handlungsansätze

Eine Kooperationsveranstaltung der bOJA Beratungsstelle Extremismus und dem WIENXTRA-Institut für Freizeitpädagogik (IFP).

Zur Vertiefung wird der Besuch weiterer Seminare dieser Reihe empfohlen.

Referent_in: Dieter Gremel, Psychologe, Mediator

Wann: Do, 2. März 2023, 13:00-17:00
Wo: WIENXTRA - Institut für Freizeitpädagogik

Anmeldung

Was verbirgt sich hinter jihadistischen und neo-salafistischen Narrativen und was macht diese für Jugendliche attraktiv? Welche gesellschaftlichen Bedingungen begünstigen die Radikalisierung? Wie können wir diese frühzeitig erkennen und welche Interventionsmöglichkeiten können wir in unterschiedlichen Settings anwenden?
Ziele:

→Reflexion von Begrifflichkeiten, Narrativen und Haltungen
→Eröffnen von (neuen) Handlungsspielräumen im Umgang mit Jugendlichen, selbst wenn deren Einstellungsmuster bereits verfestigt sind
→Tools und Interventionsmöglichkeiten für die Arbeit

Eine Kooperationsveranstaltung der bOJA Beratungsstelle Extremismus und dem WIENXTRA-Institut für Freizeitpädagogik (IFP).

Zur Vertiefung wird der Besuch weiterer Seminare dieser Reihe empfohlen.

Referent_in: BA Fabian Reicher, Sozialarbeiter, bOJA Beratungsstelle Extremismus

Wann: Di, 21. März 2023, 13:00-17:00
Wo: WIENXTRA - Institut für Freizeitpädagogik

Anmeldung

Ereignisse, die kollektiv als bedrohlich wahrgenommen werden, sind ein guter Nährboden für Verschwörungserzählungen. Diese bieten Sicherheit und einfache Erklärungen auf komplexe Fragen. Rechtsextreme Narrative setzen sie bewusst in Szene. Gern nutzen sie Jugendliche, um zu provozieren und sich abzugrenzen. Wo aber verläuft die Grenze zwischen Kritik und Verschwörungserzählungen? Wie kann man ihre manipulative Wirkung erklären?
Ziele:
→ Reflexion von Begrifflichkeiten, Narrativen und Haltungen
→ Eröffnen von (neuen) Handlungsspielräumen
→ Erarbeitung von Tools und Interventionsmöglichkeiten

Eine Kooperationsveranstaltung der bOJA Beratungsstelle Extremismus und dem WIENXTRA-Institut für Freizeitpädagogik (IFP).

Zur Vertiefung wird der Besuch weiterer Seminare dieser Reihe empfohlen.

Referent_in: Alexander Fonto, Sozialpädagoge, Streetworker

Wann: Di, 18. April 2023, 13:00-17:00
Wo: WIENXTRA - Institut für Freizeitpädagogik

Anmeldung

Der Konflikt zwischen Israel und Palästina ist durch Internet, Soziale Medien und Popkultur in der Lebenswelt von Jugend- lichen präsent. Er bietet, nicht nur für muslimische Jugendliche, eine Projektionsfläche für antisemitische Narrative. Die Grenze zwischen Solidarität und Antisemitismus ist fließend. Welche Einflussfaktoren stehen hinter diesem? Welche pädagogischen Ansätze gibt es für den Umgang?
Ziele:
→Erkennen von (nahostbezogenen) antisemitischen Ausformungen im pädagogischen Alltag
→Reflexion der eigenen Haltung zum Thema Antisemitismus
→Erarbeitung von Methoden und Interventionsansätze

Eine Kooperationsveranstaltung der bOJA Beratungsstelle Extremismus und dem WIENXTRA-Institut für Freizeitpädagogik (IFP).

Zur Vertiefung wird der Besuch weiterer Seminare dieser Reihe empfohlen.

Referent_in: Philipp Zwehl, Sozialarbeiter, Konfliktberater

Wann: Di, 9. Mai 2023, 13:00-17:00
Wo: WIENXTRA - Institut für Freizeitpädagogik

Anmeldung

Für Jugendliche spielt die Aushandlung von Zugehörigkeit und das Austesten von Identitätsentwürfen eine große Rolle. Das kann zu Konflikten führen: Sie erleben Diskriminierung oder eignen sich diskriminierendes Verhalten an. Wir wollen diese Prozesse in ihrer Bedeutung für Jugendliche reflektieren, um Diversität als Ressource zu erkennen.
Ziele:
→ Vermittlung der Bedeutung von Diversität und Diskriminierung
→ Reflexion auch eigener Positionen und Vorurteile
→ Erweiterung von Handlungsoptionen für die pädagogische Praxis

Eine Kooperationsveranstaltung der bOJA Beratungsstelle Extremismus und dem WIENXTRA-Institut für Freizeitpädagogik (IFP).

Zur Vertiefung wird der Besuch weiterer Seminare dieser Reihe empfohlen.

Referent_in: Mara Binder, Sozialarbeiterin, Sozialpädagogin

Wann: Di, 13. Juni 2023, 13:00-17:00
Wo: WIENXTRA - Institut für Freizeitpädagogik

Anmeldung

In Kooperation mit
XS SM MD LG