Urlaub: Sind wir endlich da?

Und wie lang dauert‘s noch?

Reisen mit Kindern, Urlaub, Autofahren
© Bubu Dujmic

Alle freuen sich, dass der Urlaub beginnt. Alles ist zusammen gepackt und es kann losgehen. Doch meist wird die Anreise zum Urlaubsziel nur als mühsame Notwendigkeit gesehen. Das spüren auch die Kinder. Schon bald nachdem man aufgebrochen ist, kommt die Frage „Und wie lang dauert es noch?“ Je länger die Anreise, desto häufiger hört man die Frage. Hält man kurz, entschließt sich für eine Pause oder ist am Ziel-Flughafen angekommen, dann kommt mit großer Sicherheit die Frage „Sind wir jetzt endlich da?“.

Diese Fragerei kann ganz schön anstrengend sein. Da hilft nur eins, ehrliche Antworten. Erklärt den Kindern, wie lange es dauern wird. Versucht nicht, dabei zu schummeln und somit die Anreisezeit zu verkürzen, denn in der Regel dauert es meist eher länger als kürzer. Führt dabei Zeitbegriffe ein, die euren Kindern vertraut sind, denn Stundenangaben sagen ihnen meist wenig. Nehmt den üblichen Tagesablauf eures Kindes und erklärt anhand dessen, wie lange es noch dauern wird.

Eine 7-stündige Anreise könnte dann z.B. so beschrieben werden:
„Wir stehen auf, frühstücken gemütlich, putzen Zähne und waschen uns, ziehen uns an, packen die Sachen für den Kindergarten zusammen, gehen in den Kindergarten. Dort gibt’s den Morgenkreis, das gemeinsame Singen, du spielst mit deinen Freund_innen, isst zu Mittag, machst dein Schläfchen, spielst noch ein bisschen, dann hol ich dich ab, wir gehen in den Park spielen und dann kommt dein Bruder vom Fußball. Ganz schön lang gell, so lang sind wir heute unterwegs. Wir werden Pausen machen, umsteigen und Essen gehen. Du kannst spielen und am besten versuchst du auch ein bisschen zu schlafen. Wenn wir da sind, weck' ich dich ganz bestimmt auf.“

Gut zu wissen: Die Anreise ist vermutlich nicht der Entspannungsteil des Urlaubes, stellt euch darauf ein und plant die Vorbereitungen so, dass ihr nicht total gestresst in den Urlaub starten müsst. Wenn ihr die Anreise kindgerecht organisiert, dann kann sie durchaus ein abenteuerlicher Teil eures Urlaubes sein – etwas, woran ihr euch gerne erinnert.

Ein paar nützliche Hinweise:
Versucht die Anreise für die Kinder und für euch interessant zu gestalten.

  • Was gibt es unterwegs zu entdecken?
  • Welche Geschichten gibt es da zu erzählen?
  • Was kann uns Spaß machen und erholsam sein?
  • Welche Spiele können wir unterwegs spielen?
  • Was fesselt mein Kind so, dass ich auch einen Stau nicht fürchten muss?
  • Wie viele Pausen brauchen wir?
  • Sollen wir vielleicht unterwegs öfter übernachten und dort etwas anschauen, ein bisschen Schwimmen gehen oder im Wald Pilze suchen?

Vorbereitung hilft! Planen, sich Pausen und Spiele überlegen, kann eure Nerven schonen.
Außerdem: Wenn man bei kleinen Kindern das Reisen als etwas einführt, das vor der Haustür beginnt und in erster Linie mit Entdecken und sich auf Neues einlassen zu tun hat, dann hat man viele Jahre vor sich, in denen man genussvoll auf unterschiedlichste Arten unterwegs sein kann und auch Wartezeiten gut überbrückt.

 

 


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