Tipps zu Familienurlaub mit Zelt, Wohnmobil & Co

(c) Bubu Dujmic

Ein Campingurlaub kann besonders erlebnis- und abwechslungsreich sein. Dabei gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten der Anreise und des Aufenthalts. Ihr könnt mit eigenem Auto und Zelt unterwegs sein oder euch ein bereits aufgebautes Zelt am Campingplatz mieten. Ihr könnt mit einem Wohnmobil oder Campingvan verreisen oder ihr reist mit öffentlichen Verkehrsmitteln an und mietet ein Mobilhome oder eine kleine Hütte am Campingplatz. Campingplätze sind zum Teil sehr unterschiedlich. Es gibt riesengroße Anlagen, die mit einem umfangreichen Kinderanimationsprogramm und vielfältiger Infrastruktur glänzen. Andere Plätze sind klein, naturnah und bieten nur das Notwendigste.

Das Leben am Campingplatz ist oft einfach und unkompliziert. Man lernt leicht andere Familien kennen und die Kinder spielen gemeinsam. Zudem ist man nicht an einen Standort gebunden, sondern kann nach Lust und Laune auf Entdeckungsreise gehen. Viele Regionen lassen sich so in zwei bis drei Ferienwochen mühelos erkunden.

  • Mit dem Campingzelt

Überlegt vorab, welche Größe euer Zelt haben soll. Reicht ein großes Zelt oder hättet ihr lieber mehrere Schlafkojen oder sogar ein eigenes Kinderzelt? Große Zelte sind nicht nur umständlicher aufzubauen, sondern auch anfälliger bei Wind und Sturm. Dafür sind sie bei Regen komfortabler.

Um einen Zelturlaub genießen zu können, ist es sinnvoll, erst einmal ein verlängertes Wochenende zu testen: Mögt ihr es, am Boden zu liegen, den Waschraum mit anderen teilen zu müssen und den Privatbereich nur durch dünne Zeltwände begrenzen zu können? Das sind Dinge, die nicht jeder_m gefallen. Es ist auch nicht nötig, sich gleich alles selber zu kaufen. Borgt euch ein Zelt samt Isomatten und Schlafsäcken im Freundeskreis aus. Auch manche Campingplätze bieten Mietzelte an.

Wenn ihr euch für einen Zelturlaub entscheidet, ist es sehr sinnvoll bereits beim Packen zu überlegen, was ihr alles mitnehmen wollt, denn ein Zelt bietet nur begrenzten Raum. Ihr müsst euch entscheiden: Soll es ein Selbstversorgerurlaub werden, wo ihr auch eine Kochausrüstung braucht oder begnügt ihr euch mit der Kantine am Campingplatz und mit Restaurantbesuchen? Packlisten sind hier sehr hilfreich. Tipps zum Erstellen von Packlisten sind in diesem Blog-Beitrag versammelt: blog.kinderinfowien.at/packlisten-die-kleinen-helferlein

Gemeinsam ein Zelt aufzubauen stellt manchmal eine Herausforderung dar, die immer besser bewältigt wird, je öfter man es macht. Trotzdem ist es wichtig, dass ihr nicht jeden Tag den Standort wechselt, sondern die Etappen gut plant, um nicht täglich mit Zeltaufbau und -abbau beschäftigt zu sein.

Urlaub im Zelt ist ein individueller und preiswerter Spaß. Neben Fahrtkosten müssen lediglich Campingplatzgebühren und Essensausgaben bei der Budgetplanung berücksichtigt werden.

  • Mit dem Wohnmobil 

Ein Urlaub im Wohnmobil oder Campingvan ist ein Erlebnis der besonderen Art. Die Familie ist nicht an einen Standort gebunden, sondern kann nach Lust und Laune auf Entdeckungsreise gehen. Viele Regionen lassen sich so in zwei bis drei Ferienwochen erkunden. Und wenn‘s irgendwo besonders schön ist, bleibt man einfach ein paar Tage länger dort.

Urlaub im gemieteten Wohnmobil ist zwar ein individueller, aber leider kein preiswerter Spaß. Denn neben dem Mietpreis müssen auch Benzin und Campingplatzgebühren bei der Budgetplanung berücksichtigt werden. Fast niemand wird sich gleich ein Wohnmobil oder einen Camper kaufen, nur um ein paar Wochen durch Österreich, Andalusien, Norwegen oder die Toskana zu fahren. Jedoch ist es heute problemlos möglich, sich ein entsprechendes Fahrzeug zu mieten. Es lohnt sich, die Angebote und Leistungen der Vermieter_innen genau zu vergleichen.

Das Familienmobil muss vor allem Sicherheit und ausreichend Platz zum Schlafen, Essen und Kochen bieten. Praktisch und kinderfreundlich sind die sogenannten Alkovenmobile mit Schlafmöglichkeiten über dem Fahrerhaus. Der Fahrerhausüberbau stellt nicht nur Liegeflächen bereit, sondern bietet auch Platz für Bettzeug und kann gelegentlich als Spielwiese genutzt werden. Übrigens: Der richtige Grundriss ist keine Frage der Außenlänge. Schon "handliche" Fahrzeuge ab fünfeinhalb Metern sind familienfreundlich aufgeteilt.

Für die Sicherheit unterwegs gilt: Die Sitzschalen und Autositze der Kinder müssen sich optimal befestigen lassen. Nicht in jedes Wohnmobil passt der eigene Kindersitz. Deshalb ist es ratsam, diesen vor dem Mieten im Wohnmobil auszuprobieren, damit ihr vor "unpassenden" Überraschungen sicher seid. Achtet auch darauf, dass das Fahrzeug über Drei-Punkt-Gurte und Kopfstützen in ausreichender Menge verfügt. Während der Fahrt müssen Kinder in ihren Sitzen immer angeschnallt sein. Schon deshalb sollten die einzelnen Etappen möglichst kurz sein und immer wieder durch Pausen unterbrochen werden.

Weitere nützliche Hinweise

  • Erkundet gemeinsam den Campingplatz, damit eure Kinder sich orientieren können. Vielleicht ist es hier möglich, ein bisschen Selbstständigkeit zu üben? Kinder genießen es, sich in überschaubarem Ambiente unabhängig von Erwachsenen, vom Restaurant zum Spielplatz oder vom Shop zum Zelt zu bewegen.
  • Wenn ihr ein Mobilhome, Campingvan oder Wohnmobil mietet, achtet darauf, dass es keine ungesicherten Steckdosen und Leitungen oder harte Ecken und scharfe Kanten aufweist, die für euren Nachwuchs gefährlich werden könnten.
  • Am jeweiligen Etappenziel sollten Campingreisende grundsätzlich geeignete Campingplätze ansteuern. Ein aktueller Campingführer, der ausführlich über die Ausstattungen, Leistungen, Angebote für Kinder, Öffnungszeiten und Auslastung der einzelnen Plätze informiert, gehört daher unbedingt ins Reisegepäck.
  • Für alle Campingneulinge und Tippsuchende: Erkundigt euch bei campingerfahrenen Freund_innen, einem Camping-Klub (z.B. campingclub.atcampingtravelclub.com o.A.) oder einer Campinggemeinschaft nach Empfehlungen für Wohnwägen, Routen und Plätzen – das erspart euch Zeit beim Suchen und Planen. Weitere Tipps für familienfreundliche Campingplätze findet ihr hier: 
    eurocamp.de Familienurlaube auf Campingplätzen (in Österreich, Süd- und Mitteleuropa)
    familienfreundliche-campingplaetze.de (in Deutschland)

XTRA-Tipp
Viele weitere nützliche Infos und erprobte Tipps findet in unserem Blog-Beitrag "Campen mit Kindern": blog.kinderinfowien.at/campen-mit-kindern

Ihr überlegt, welcher Urlaub für euch passt? Hier findet ihr Anregungen:

Alle Kinderinfo-Listen findet ihr hier: kinderinfowien.at/infos-a-z

WIENXTRA arbeitet für Kinder in all ihrer Vielfalt. Menschen mit Behinderung wollen wir bestmöglich unterstützen. Kontaktiert uns, wenn ihr Fragen habt oder erkundigt euch bei den Veranstalter_innen, ob ihre Angebote für euch passend sind.

***Infos zu den aktuellen Corona Rechtsvorschriften findet ihr unter sozialministerium.at und wien.gv.at.***

Stand: 16.01.2022


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