Erasmus+

Das EU-Förderprogramm Erasmus+: Jugend in Aktion unterstützt Jugendprojekte in ganz Europa. 

Vereine, Jugendgruppen, NGOs, öffentliche Einrichtungen und soziale Unternehmen können bei Erasmus+: Jugend in Aktion eine Förderung beantragen. Projekte müssen den Zielen des Programms entsprechen und in eine der Förderschienen passen.

Wenn sie eine Einreichung planen beachten sie, dass ihr Projekt folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • außerschulischer, non-formaler Bildungsbereich
  • länderübergreifende Zusammenarbeit  
  • kein laufendes Projekt
  • nicht gewinn-orientiert
  • förderfähiger Antragsteller (z. B. Vereine, NGOs, Jugendgruppen, öffentliche Einrichtungen, gemeinnützige GmbH,...)
  • Zielgruppe des Projekts sind junge Menschen (13-30 Jahre) oder Fachkräfte der Jugendarbeit

Achtung: Einzelpersonen können keinen Förderantrag stellen.

Im Jugendbereich hat Erasmus+ folgende Ziele festgesetzt:

  • Stärkung von Schlüsselkompetenzen von jungen Menschen
  • Soziale Integration und Inklusion
  • Partizipation junger Menschen am demokratischen Leben und am Arbeitsmarkt
  • Verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem Jugendbereich und dem Arbeitsmarkt
  • Förderung der Qualitätsentwicklung in der Jugendarbeit
  • Ergänzende Begleitung von polistischen Reformen (z. B. Europa 2020, Europäische Jugendstrategie)
  • Unterstützung und Entwicklung wissen- und forschungsbasierter Jugendpolitik
  • Verstärkte Anerkennung non-formaler und informeller Bildung (z. B. Youthpass)
  • Aufwertung der internationalen Dimension von Aktivitäten im Jugendbereich und der Rolle von JugendarbeiterInnen

Prioritäten 2017

Die Europäische Kommission setzt die inhaltliche Schwerpunktsetzung von 2016 fort. Die Prioritäten werden bei der Projektbewertung berücksichtigt und beziehen sich auf: 

  • Inclusion-Projekte, insbesondere Einbezug von Flüchtlingen, Asylsuchenden Menschen und MigrantInnen
  • Projekte, die Diversität, Interkulturalität, interreligiösen Dialog, Menschenrechte, kritisches Denken und media literacy fördern
  • Kompetenzentwicklung von JugendarbeiterInnen, um gemeinsame Werte zu vermitteln und insbesondere marginalisierte Jugendliche zu erreichen, sowie präventive Maßnahmen gegen die Radikalisierung von Jugendlichen setzen

In Österreich gibt es für 2017 in der Key Action 2 – Strategische Partnerschaften die nationale Priorität für Projekte, die einen klaren Mehrwert für die Jugendarbeit haben.

An einem Projekt müssen zwei oder mehr Länder beteiligt sein.

Das Förderprogramm unterscheidet zwischen Programmländer und benachbarte Partnerländer. Diese Länder können an Erasmus+: Jugend in Aktion teilnehmen:

Programmländer:
Belgien, Bulgarien, Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden, Großbritannien, Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei

Benachbarte Partnerländer:
Albanien, Algerien, Ägypten, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Isreal, Jordanien, Kosovo, Marrokko, Libanon, Libyen, Moldawien, Montenegro, Palästina, Russland, Serbien, Syrien, Tunesien, Ukraine, Weißrussland

Sonderfall Schweiz:
Diese ist seit der Volksabstimmung vom 9. Februar 2014 nicht mehr Programmland. Eine Projekteinbindung der Schweiz ist bedingt möglich.
Nähere Infos: Übergangslösung Erasmus+

An den folgenden drei Terminen können Anträge eingereicht werden:

  • 2. Februar 2017 um 12:00 
    Projektstart zwischen 1. Mai und 30. September 2017
  • 26. April 2017 um 12:00  
    Projektstart zwischen 1. August und 31. Dezember 2017
  • 4. Oktober 2017 um 12:00 
    Projektstart zwischen 1. Jänner und 31. Mai 2018

In Österreich ist das Interkulturelle Zentrum als Nationalagentur für die Abwicklung und Fördervergabe von Erasmus+: Jugend in Aktion zuständig. Auf der Website der Nationalagentur unter www.jugendinaktion.at finden sie weitere Informationen zum Förderprogramm (Antragsformulare, FAQs, Weiterbildungsangebote,...).

Förderschienen

Bei einer Jugendbegegnung treffen sich zwei oder mehr Jugendgruppen aus verschiedenen Ländern. Dabei tauschen sie sich über ein Thema aus (z. B. Umweltschutz, Toleranz, Menschenrechte, Integration, Vielfalt, Jugendkultur,...). Das kann über vielfältige Methoden passieren: Outdoor-Aktivitäten, Musik, Theater, Tanz, Rollenspiele, Gruppen-diskussionen, Exkursionen u. ä. Wichtig ist, dass alle TeilnehmerInnen sich einbringen und beteiligen können.

Das Treffen kann 5-21 Tage dauern (ohne An- und Abreise). Die TeilnehmerInnen können zwischen 13 und 30 Jahren alt sein. Es müssen mind. 16 und max. 60 junge Menschen teilnehmen. Pro Land braucht es mind. eine/n GruppenleiterIn.

Weitere Infos und Beispielprojekte finden sie in der Broschüre Jugendbegegnung. Kostenlos hier bestellen. Online finden sie weitere Informationen unter: www.jugendinaktion.at

Wenn sie eine Jugendbegegnung planen nutzen sie das Service der jugeninfo und lassen sie sich beraten.

Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) bietet gemeinnützigen Organisationen die Möglichkeit Freiwillige aus dem Ausland bis zu ein Jahr aufzunehmen. Junge Menschen zwischen 17-30 Jahre können sich dafür bewerben.

Der EFD in Wien heißt "Programm Melange". Das Programm wird von der Austauschorganisation Grenzenlos in enger Kooperation mit dem Verein wienXtra für die Stadt Wien durchgeführt.

"Melange" bietet besondere Unterstützungsleistungen für EFD-Freiwillige und EFD-Aufnahmestellen. Dadurch wird es insbesondere jungen Menschen mit erhöhtem Förderbedarf aber auch kleineren Organisationen ermöglicht am EFD teilzunehmen.

Aktuell werden rund 16 EFD-Aufnahmeprojekte vom Verein Grenzenlos als koordinierende Organisation betreut und damit aus den Mitteln der Stadt Wien kofinanziert. Bei Interesse oder Fragen zu den Unterstützungsleistungen von "Melange" kontaktieren Sie bitte Grenzenlos.

Die Broschüre Europäischer Freiwilligendienst für Organisationen enthält weiterführende Infos und Beispielsprojekte. Sie kann kostenlos hier bestellt werden.

Es werden Aktivitäten unterstützt, die der professionellen Weiterentwicklung von Fachkräften der Jugendarbeit dienen. Darunter fallen Seminare, Trainingskurse, Partnerkontaktseminare, Studienreisen und Job Shadowings. 
An einer Aktivität müssen mind. 2 Länder beteiligt sein.

Ziel ist es, durch die Austauschaktivitäten und Vernetzung in Europa einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung in der Jugendarbeit zu leisten.

In der Broschüre Jugendarbeit - Mobilität für Fachkräfte finden sie weitere Infos und Beispielprojekte. Sie kann kostenlos hier bestellt werden. Online finden sie Informationen zu dieser Förderschiene unter: www.jugendinaktion.at

Wenn sie eine Projektidee für einen Fachkräfteaustausch haben, nutzen sie das Service der jugeninfo und lassen sie sich beraten.

Gefördert werden Projekte, bei denen junge Menschen ein Netzwerk mit einer oder mehreren europäischen Partnergruppe/n bilden. Im Rahmen dieser Projektpartnerschaft wird die gemeinsame Projektidee geplant und umgesetzt.

Besonders Projekte mit den folgenden Schwerpunkten werden gefördert: soziales Engagement, unternehmerischen Ideen, Kreativität und Innovation.

Online finden sie weitere Informationen zu dieser Förderschiene unter: www.jugendinaktion.at

Mit Strategischen Partnerschaften werden innovative Projekte im Jugend- und Bildungsbereich gefördert. Sie bieten ein weitgehendes offenes Format für langfristige, länderübergreifende Projekte. Eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren (Jugendarbeit, Schulen, Lehrlingsausbildung, Universitäten, Arbeitsmarkt) ist möglich.

Wichtige Aspekte einer Strategischen Partnerschaft sind:

  • strategische Ausrichtung und Innovation 
  • klarer Bezug zu den Zielen und Agenden von Erasmus+
  • nachhaltige Wirkung  

2017 gibt es außerdem eine nationale Förderpriorität in Österreich für Projekte, die einen klaren Mehrwert für die Jugendarbeit haben.

Online finden sie weitere Infos zu dieser Förderschiene unter: www.jugendinaktion.at

Erasmus+: Jugend in Aktion fördert Projekte die den Dialog von junge Menschen mit EntscheidungsträgerInnen im Fokus haben. Die aktive Beteiligung und das Mitwirken junger Menschen am demokratischen Leben sollen damit unterstützt werden.

Mögliche Aktivitäten können sein: Seminare, Konferenzen, Online-Konsultationen und andere Formate, die junge Menschen mit EntscheidungsträgerInnen in einen Dialog auf Augenhöhe zusammenführen.

Projekte des Strukturierten Dialogs können auf nationaler Ebene statt finden oder in Kooperation mit anderen Ländern. Weiterführende Infos zu dieser Förderschiene gibt es online unter: www.jugendinaktion.at   

Gut zu wissen: Der "Strukturierte Dialog" ist das Beteiligungsinstrument der EU-Jugendstrategie (2009-2018), die von der Europäischen Kommission verfasst wurde. Ziel ist es, Jugendliche bei der Gestaltung der Jugendpolitik strukturell einzubeziehen. Weitere Infos zum Strukturierten Dialog gibt es unter www.strukturierter-dialog.at.  

Beratung und Unterstützung

Die wienXtra-jugendinfo, als Regionalstelle für das EU-Programm Erasmus+: Jugend in Aktion, bietet kostenlose Beratung zu den Fördermöglichkeiten im Jugendbereich.

Das Service der Regionalstelle umfasst:

  • Allgemeine Information und Beratung zu den Fördermöglichkeiten
  • Beratung bei der Projektentwicklung und Abklärung der Förderkriterien 
  • Unterstützung bei der Projektpartnersuche im Ausland
  • Unterstützung bei der Antragstellung
  • Begleitung und Unterstützung während der Projektumsetzung
  • Infoveranstaltungen
  • Newsletter ERASMUS+ JUGEND NEWS 

Ihre Ansprechperson ist Lea Pamperl (Tel.: 01/4000-84 083).

Im Infoblatt Erasmus+: Jugend in Aktion finden sie allgemeine Informationen (Ziele, Förderschienen, Länder, Antragstellung,...) zum Förderprogramm zusammengefasst.  

ERASMUS+ JUGEND NEWS enthält aktuelle Infos zum EU-Programm Erasmus+: Jugend in Aktion, internationale Angebote für Jugendliche, europäische Trainingsangebote für JugendarbeiterInnen und Antragsfristen zu Projektförderungen.

Der Newsletter wird einmal im Monat kostenlos über E-Mail versendet. 

Newsletter abonnieren

Im Rahmen von Erasmus+: Jugend in Aktion gibt es die Möglichkeit verschiedene Trainings- und Weiterbildungsangebote zu besuchen. Die Angebote richten sich je nach Thema an JugendarbeiterInnen, junge Menschen und AntragstellerInnen.

Sie bieten eine gute Möglichkeit das Programm kennen zu lernen, sich in der Jugendarbeit weiterzubilden und Projektpartner zu finden. 

Sie können sich als Einzelperson bei den Weiterbildungsangeboten bewerben. Aktuelle Angebote finden sie im Trainingskalender der Nationalagentur: www.jugendinaktion.at/traingskalender

Eine Übersicht über regionale, nationale und internationale Finanzierungsquellen für Einzelpersonen, Jugend-, Kulturvereine und Schulen bietet das Infoblatt Projektförderungen.


Letzte Aktualisierung: Juni 2017

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