berufsorientierung

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Bei der Berufsorientierung geht es um deine Ausbildung und deinen Berufsweg.

In der Berufsorientierung setzt du dich mit deinen Interessen und Fähigkeiten auseinander. Du suchst Informationen über Berufe und Ausbildungen, beschäftigst dich mit Jobchancen in einzelnen Berufen, triffst eine Entscheidung und machst einen Plan B, falls deine Entscheidung nicht sofort umsetzbar ist.

Gut zu wissen: Nach der Pflichtschule müssen Jugendliche eine Ausbildung machen. Eine Hilfsarbeit gilt nicht als Ausbildung. Hilfsarbeit ist erlaubt, wenn sie im Perspektiven- oder Betreuungsplan vereinbart wird. Dieser Plan beschreibt die Schritte, wie du die Ausbildungspflicht erfüllen kannst.

Die Ausbildungspflicht gilt bis zum 18. Geburtstag und betrifft alle Jugendlichen, die 2017 oder später ihre Schulpflicht beenden.

Mehr Infos: AusBildung bis 18


Was hilft bei der Berufsorientierung?


1. Beratungsstellen

Ein_eine Berater_in begleitet dich bei den einzelnen Schritten der Berufsorientierung. Einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbarst du telefonisch.

Beratungsstellen


2. Berufsinformationsmessen

In Wien finden jährlich mehrere kostenlose Berufsinformationsmessen statt.

L14 Bildungs- und Berufsinfotage

Die L14 ist eine Messe für Jugendliche, die sich über Bildungswege nach der Pflichtschule informieren wollen. Es gibt Informationsstände von Schulen, Beratungsstellen und Projekten, die bei der Berufswahl unterstützen.

Außerdem kannst du an Workshops zum Thema Beruf und Bildung teilnehmen.

Die L14 findet im November im Bildungszentrum der Arbeiterkammer Wien statt.

BeSt Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung

Die BeSt ist eine Messe für Berufswahl, Studium und Weiterbildung. Es präsentieren sich auch

  • weiterbildende Schulen
  • Beratungsstellen für Jobsuchende
  • Unternehmen, die Lehrlinge und Praktikant_innen aufnehmen.

Außerdem kannst du Vorträge und Workshops besuchen. Die BeSt findet im März in der Wiener Stadthalle statt.

Tag der Lehre

Für Jugendliche, die sich für eine Lehre interessieren, gibt es den Tag der Lehre.

Es stellen sich Unternehmen vor, du kannst mit Lehrlingen reden und typische Tätigkeiten einzelner Berufe ausprobieren.

Der Tag der Lehre findet im Oktober im Wiener MAK statt.


3. Berufsinformationszentren

In den Berufsinformationszentren BiWi und BIZ findest du viele Informationen über Berufe und Ausbildungen.

Du kannst dich dort selbst informieren, Broschüren mitnehmen oder mit den Mitarbeiter_innen reden. Außerdem gibt es Workshops und es werden Berufe vorgestellt.


4. Berufsorientierung in der Schule

In der Schule erfährst du vieles rund um die Berufswahl. Zum Beispiel

Nutze alle Angebote, um dir ein Bild von deinen Fähigkeiten und von verschiedenen Berufen zu machen.


5. Berufsorientierungskurs nach der Pflichtschule

In einem Berufsorientierungskurs findest du heraus, was du kannst, was dich interessiert und welche Ausbildungen es gibt. Du arbeitest an deinen Schwächen und machst dich fit für einen Job.

Einen Kursplatz bekommst du über das AMS für Jugendliche.


6. Broschüren und Internet

Broschüren über Berufe und Ausbildungen bekommst du zum Beispiel in der wienXtra-jugendinfo und in den Berufsinformationszentren BiWi oder BIZ.

Online-Informationen:


7. Eignungstests

Bei einem Eignungstest geht es um deine Fähigkeiten, dein Wissen, deine Stärken und deine Begabungen.

Gut zu wissen: 

Für alle Tests musst du einen Termin vereinbaren. 

  • Sie dauern zwischen 1 und 2 Stunden.
  • Vor dem Test gibt es meist ein Beratungsgespräch und danach eine Nachbesprechung.
  • Die meisten Tests sind kostenlos.

8. Eltern

Eltern kennen Seiten an dir, die dir oft nicht bewusst sind. Ihre Einschätzung kann wichtig sein.

Vielleicht haben deine Eltern und du nicht die gleichen Berufsziele. Du willst zum Beispiel eine Lehre beginnen. Sie wollen, dass du die Matura machst. Setzt euch in Ruhe zusammen und klärt, was das Beste für dich ist.

Auch für Eltern gibt es Broschüren, Workshops und Infoabende zum Thema Berufsorientierung. Dabei erfahren sie, wie sie dich bei der Berufswahl gut begleiten können.

Broschüren:

Workshops und Infoabende:


9. Ferien- und Nebenjobs

Ferien- und Nebenjobs sind eine gute Gelegenheit, um Berufe kennenzulernen.

Ab deinem 15. Geburtstag und der Vollendung der Schulpflicht darfst du in den Ferien oder während des Schuljahres (z.B. am Samstag) arbeiten.

Aber es muss nicht gleich ein Ferien- oder Nebenjob sein. Wer bei Verwandten oder Bekannten aushilft, erfährt ebenfalls einiges über Berufe.

Infos zur Suche nach einem Ferienjob


10. Fremdbild - Selbstbild

Suche Leute, denen du vertraust. Frag sie nach Dingen, die du gut kannst und Dingen, die du nicht gut kannst. Diese Einschätzung nennt man Fremdbild. Vergleiche es mit dem Bild, das du von dir hast, dem Selbstbild.

Oft ist es nicht einfach, die Meinung der anderen zu hören. Aber zuhören lohnt sich, denn vielleicht erfährst du etwas Neues.


11. Gespräche über Ausbildungen und Berufe

Frag Leute, die gerade eine Ausbildung machen oder sie abgeschlossen haben, nach ihren Erfahrungen.

  • Warum haben sie diese Ausbildung oder diesen Beruf gewählt?
  • Was machen sie?
  • Was sind Vorteile und Nachteile des Berufs?

Aber denk daran: Was für die einen gut oder schlecht ist, muss nicht automatisch für dich passend oder unpassend sein. Erfahrungen der anderen können eine Hilfe sein. Sie nehmen dir die eigene Entscheidung aber nicht ab.


12. Interessentests

Bei einem Interessentest beantwortest du Fragen. Deine Antworten werden ausgewertet, du bekommst eine Liste mit Berufen oder Berufsgruppen.

Das heißt aber nicht, dass du für diese Berufe geeignet bist. Denn bei Interessen geht es um Dinge, die du gerne machst oder die du lernen möchtest. Das Ergebnis kann dich auf neue Ideen bringen.

Interessentests machst du zum Beispiel in den Berufsinformationszentren BiWi oder BIZ. Online findest du ebenfalls einige Tests:


13. Neues ausprobieren

Versuch mal in deiner Freizeit oder in der Schule etwas Neues. Je mehr du ausprobierst, desto besser lernst du dich kennen. Du merkst, was du gerne machst und was nicht.

Welche Fähigkeiten setzt du dabei ein? Kannst du diese Fähigkeiten in einem Beruf umsetzen?


14. Tag der Offenen Tür

Viele Schulen, Universitäten, Fachhochschulen und andere Bildungseinrichtungen veranstalten einen Tag der offenen Tür. An diesem Tag hast du die Gelegenheit, eine Unterrichtsstunde oder eine Vorlesung zu besuchen und deine Fragen zustellen.

Welche Einrichtungen einen Tag der Offenen Tür anbieten, kannst du in der Datenbank Tage der offenen Tür nachschauen.


15. Schnuppertage

Beim Schnuppern hast du die Gelegenheit, eine Firma von deinen Fähigkeiten zu überzeugen. Nutze die Gelegenheit, am letzten Schnuppertag nach freien Lehrstellen im Unternehmen zu fragen.

Du verbringst einige Tage in einem Betrieb und lernst den Beruf kennen. Du beobachtest die Mitarbeiter_innen und darfst kleine Arbeiten ausprobieren.

Es gibt verschiedene Arten, wie Schnuppern organisiert sein kann:

Bei den Berufspraktischen Tagen während des Schuljahres arbeiten alle Schüler_innen einer Klasse einige Tage in verschiedenen Unternehmen mit.

Zusätzlich können Schüler_innen ab der 8. Schulstufe während der Unterrichtszeit und in den Ferien individuelle Schnuppertage vereinbaren.

Insgesamt dürfen in einem Kalenderjahr bis zu 15 Schnuppertage in unterschiedlichen Betrieben gemacht werden.

Jugendliche, die nicht mehr in die Schule gehen und die auf Lehrstellensuche sind, können ebenfalls Schnuppertage in Firmen machen.

Schnuppern ist kein Arbeitsverhältnis. Um dich rechtlich abzusichern, gibt es Vereinbarungen und eine Versicherung für die Dauer deiner Schnuppertage:

BOZ, I-BOZ – Berufsorientierungszentrum des Stadtschulrates

  • Schnuppern während der Unterrichtszeit für Schüler_innen einer Pflichtschule ab dem 8. Schuljahr

BiWi – Berufsschnuppern

  • Schnuppern für Schüler_innen aus einer AHS, BMS und BHS, Schnuppern in den Ferien für alle Schüler_innen, Schnuppern für Jugendliche, die nicht mehr in der Schule sind

Letzte Aktualisierung: Oktober 2018

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