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Reisen: Nachhaltig & fair

Reise für dich und nicht für Instagram. Bilder im Herzen bedeuten mehr und gehen in der Regel tiefer als Bilder online.

So viele Gründe sprechen dafür zu reisen. Für viele Städte, kulturelle Stätten, Naturschutzgebiete, Menschen und Tiere sind die Tourist*innen-Massen aber auch eine große Herausforderung.

10 Top-Tipps für umweltbewusste Traveller*innen

  1. Nimm wenn immer möglich den Zug! Es gibt günstige Reisemöglichkeiten für Jugendliche, zum Beispiel Interrail (für ein oder mehrere Länder buchbar). Auch per Bus oder Mitfahrgelegenheit kommst du weit.

    Die Faustregel für nachhaltiges Reisen lautet: Je weiter weg, desto länger solltest du bleiben. Das ist natürlich nicht mehr möglich. Dazu eine Überlegung: Ein Wochenend-Trip nach New York ist beispielsweise nicht sehr nachhaltig. Flugzeuge sind eine große Belastung für die Umwelt. Trotz Druck von Umweltorganisationen wird Kerosin aber noch immer nicht besteuert. Wenn du mehr darüber erfahren oder etwas dagegen unternehmen willst, wende dich z. B. an System Change not Climate Change.

     
  2. Übernachte unter Sternen, im Zelt, in der Jugendherberge, auf einem Bauernhof oder mach Couchsurfing bei zukünftigen Freund*innen. Wenns ein Hotel sein soll, schau dir die Website an: Geben sie ein ökologisches Statement hinsichtlich Müll-Management, angebotenen Lebensmitteln und Ressourcen-Einsatz an?

     
  3. Iss regional und verzichte unterwegs auf die österreichische Marillenmarmelade. Allerdings: Achte darauf, kein Fleisch von bedrohten Tierarten (z.B. Schildkröten, Haien) zu essen, auch wenn sie als kulturelle Spezialität angepriesen werden.

     
  4. Verzichte auf All-Inclusive-Urlaub: Damit unterstützt man nur große Tourismus-Konzerne anstatt die einheimische Bevölkerung. Konsumiere zudem bei kleinen, lokalen Unternehmen und meide weltweite Großkonzerne und Fastfood-Ketten.

     
  5. Produziere so wenig Müll wie möglich: Kaufe keine Einwegverpackungen, verwende eine wiederbefüllbare Trinkflasche und eine feste Seife statt Shampoo und Duschgel. Lass dir nicht aufgegessenes Essen einpacken. Nicht überall wird Müll getrennt, nimm deshalb z.B. Batterien wieder mit nach Hause und entsorge sie richtig (Sondermüll). Wenn du etwas gegen den Müll vor Ort tun willst, kannst du dich als CleanUp-Aktivist_in betätigen.

     
  6. Bewege dich vor Ort klimafreundlich: Zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Kanu oder den öffentlichen Verkehrsmittel. Mit der App moovit kannst du den öffentlichen Nahverkehr in 2000 Städten dieser Welt abrufen - vor allem hilfreich, wenn man sich in einem Land mit anderem Schriftbild befindet.

     
  7. Spare: Wasser (Handtücher nicht sofort in die Wäsche geben, kurz duschen), Strom (Klimaanlage tagsüber abdrehen, Licht löschen), Abgase (möglichst auf Flugreisen verzichten, Alternativen zu langen Autofahrten nutzen)

     
  8. Verschenke Dinge, die du unterwegs nicht mehr brauchen kannst. Zum Beispiel angebrochene Lebensmittel, die du nicht mehr mitnehmen kannst oder willst, einen Nagellack, der dir nicht mehr gefällt oder die Winterjacke, die du nicht mehr benutzt.

     
  9. Sag Nein. Nein zu einem Foto mit einem tanzenden Affen oder dem "wilden" (eher betäubten) Tiger, zu einem Ritt auf einem abgerichteten Elefanten, zu Souvenirs aus Tropenholz, Elfenbein, Korallen oder generell zu Souvenirs. Und vor allem auch Nein zu Plastiktüten.

     
  10. Last but not least: Sei ein Vorbild! Erkläre dein umweltschonendes Verhalten ohne andere zu belehren. Sei offen für Diskussionen, andere Meinungen und reflektiere deine eigene Haltung. Man lernt schließlich immer dazu - vor allem auch beim Reisen.

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