Alltagstipps für ein nachhaltiges Leben

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Nachhaltigkeit bedeutet so zu handeln, dass ein gutes Leben für alle Menschen möglich ist. Und zwar nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft. Und nicht nur bei uns, sondern überall auf der Welt.

Aber ist das mit der Nachhaltigkeit nicht nur was für Menschen mit viel Zeit und Geld?

Wir meinen: Nein! Jeder_jede Einzelne zählt. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern das zu tun, was für dich möglich ist.

Was kannst du nun im Alltag für eine nachhaltigere Welt tun?



Überlegt kaufen

Nimm dir vor jedem Einkauf kurz Zeit und stell dir ein paar Fragen:

  • Brauche ich dieses Ding wirklich? Warte ein paar Tage und stell dir dann die Frage noch mal.
  • Kann ich mir dieses Ding ausborgen? Zum Beispiel bei Freund_innen oder im Leihladen?
  • Kann ich etwas gebraucht kaufen? Zum Beispiel: Kleidung, Elektrogeräte, Möbel
  • Vor dem Lebensmitteleinkauf: Was und wie viel davon brauche ich und schreibe ich deshalb auf meine Einkaufsliste?

Verpackung vermeiden

Im Supermarkt kaufen wir zusätzlich zu den Produkten ganz schön viel Verpackung ein. Verpackung wird spätestens nach dem Aufessen zu Müll, den du wieder aus der Wohnung trägst. Das gleiche gilt für Lebensmittel, die wir unterwegs kaufen. Mit einiger Vorbereitung kannst du aber Verpackung sparen:

  • Eine Einkaufstasche mitnehmen statt jedes Mal eine Papier- oder Plastiktasche zu kaufen.
  • Ein selbst gemachtes Jausenbrot statt dem Weckerl aus dem Supermarkt.
  • Selber kochen statt Fertiggerichte kaufen
  • Leitungswasser statt Getränke aus dem Supermarktregal, Geschmack ins Wasser bekommst du z.B. mit Zitrone oder Kräutern.
  • Flaschen und Gläser mit Pfandsystem statt Einwegverpackung.

Reparieren statt Wegschmeissen

Kleine Schäden an Dingen kann man gut reparieren. Entweder du greifst selbst zum Werkzeug oder du lässt dich unterstützen. Zum Beispiel in einem Reperaturcafé, in einem Workshop oder in einer offenen Werkstatt. Termine und Infos dazu findest du beim Reparaturnetzwerk.


Dinge selber machen - DIY

Etwas selber machen, um die Welt zu retten und nachhaltig zu leben? Das macht Sinn! Allerdings nur, wenn du

  • Dinge reparierst, statt sie wegzuschmeißen.
  • Dinge, die du sonst kaufen würdest, selber machst.
  • Dinge, die es schon gibt, verwendest und nicht lauter neues Material kaufst.

Do it yourself Anleitungen für jegliche Lebenslage findest du online in Videos, Blogs, Social Media & Co, Material für deine Projekte gibt's in der Material-Koje.


Verkaufen

Wie wäre es, wenn du für die Dinge, die dir keine Freude mehr machen, Geld bekommst? Das ist auf diversen Online-Verkaufsplattformen möglich.
Und auch Flohmärkte sind eine gute Möglichkeit, um sich den einen oder anderen Euro zu verdienen.


Verschenken & spenden

Du hast etwas zu Hause, das du nicht mehr brauchst oder nicht mehr willst? Bevor du es in die Restmülltonne wirfst, könntest du dir überlegen, wer es noch brauchen könnte:

  • Frag im Freundeskreis, ob jemand dafür Verwendung hat.
  • Suchen soziale Organisationen Sachspenden?
  • Gibt es soziale Organisation, die gebrauchte Sachen übernehmen und wieder verkaufen?
  • Bring es am Mistplatz zur 48-Tandler-Box.
  • Bücher kannst du in einen Offenen Bücherschrank bringen.
  • Lebensmittel, die noch nicht abgelaufen sind, sind in einem Fair-Teiler gut aufgehoben.
  • In Kost-Nix-Läden kann man Dinge abgeben und auch mitnehmen.

Auf manchen Online-Verkaufsplattformen gibt es die Rubrik "Zu verschenken". Der Vorteil dabei: Die Dinge werden abgeholt und finden so einen neuen Platz


Teilen statt kaufen

Manche Dinge braucht man nur selten. Die restliche Zeit stehen sie im Schrank, verstauben und nehmen Platz weg. Warum also nicht Dinge gemeinsam nutzen? Frag einfach mal bei deinen Nachbar_innen oder Freund_innen nach, ob sie das gewünschte Ding haben oder etwas brauchen. Auch im Leihladen kannst du dir Dinge organisieren oder zum Verleih anbieten. 


Recyceln

Beim Recyceln werden aus alten Produkten oder alten Materialien neue Produkte. Voraussetzung dafür ist, dass die Dinge am richtigen Ort landen. Das fängt bei der Trennung des Hausmülls an und geht bis zur richtigen Entsorgung von Elektrogeräten.


Regional und saisonal einkaufen

Viele Lebensmittel haben einen langen Weg hinter sich bevor sie bei uns in den Läden landen. Wer Produkte aus der näheren Umgebung shoppt, spart Ressourcen. Wer sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt, dem_der wird die Entscheidung zwischen Äpfeln aus Neuseeland oder Äpfel aus Österreich nicht schwer fallen.

Nachhaltig einkaufen kannst du auch mit der Überlegung, wann bestimmte Produkte eigentlich zur Verfügung stehen. Erdbeeren für die Weihnachtsfeier haben einen langen Flug hinter sich. Oft sind sie auch mit chemischen Stoffen behandelt, damit sie länger haltbar sind. Ein Blick in den Saisonskalender verrät dir, wann du am besten welches Lebensmittel frisch aus deiner Umgebung bekommst.


Und was du sonst noch tun kannst

  • Einwegverpackungen wieder verwenden. Das Sackerl vom Bäcker wird zum Sackerl für dein Jausenbrot, das Marmeladeglas eignet sich gut um Lebensmittel zu Hause aufzubewahren, das Klopapiersackerl wird zum Müllsack.
  • Weniger ausdrucken, mehr online lesen
  • Akkus statt Batterien verwenden
  • Plastik vermeiden und nach günstigen Alternativen suchen. Zum Beispiel: Seife statt Shampoo, Wattestäbchen ohne Plastik
  • Aufkleber Bitte keine Werbung am Postkasten anbringen
  • Werbematerial, das an dich persönlich geschickt wird, abbestellen. Bei Katalogen reicht eine E-Mail an den Versender. Für andere Zusendungen kannst du dich in die Robinson-Liste eintragen.
  • Reste von Lebensmitteln kreativ verkochen und Restlessen machen.
  • Sich mit der Herstellung von Kosmetikprodukten und Putzmitteln beschäftigen. Anleitungen gibt es z.B. unter Smarticular und Utopia.
  • Bei Werbegeschenken "Nein danke" sagen.
  • Vorsicht bei Sonderangeboten "3 zum Preis von 1": Am ersten Blick sparst du Geld, aber verbrauchst du das Produkt oder musst du es entsorgen? Das gleiche gilt für Großpackungen: Du sparst zwar Verpackung, aber wenn du das Produkt nicht gebrauchst, produzierst du wieder Müll.
  • Energie sparen schont die Umwelt und die Geldbörse. Zum Beispiel: Geräte nicht im Standby-Modus lassen, Licht ausschalten, Stoßlüften statt Fenster kippen

Letzte Aktualisierung: April 2019

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