Snus sind kleine Beutel mit Nikotin, die man für eine bestimmte Zeit im Mund hat. Beworben werden sie damit, dass du sie bei jeder Gelegenheit und an jedem Ort verwenden kannst. 

Sie sind rauchfrei, klein, unscheinbar und fallen kaum auf. Warum sie trotzdem schädlich für deine Gesundheit sind, liest du hier.



Was sind Snus?

Snus sind kleine Beutel oder Täschchen, die in der Regel in einer flachen Dose verkauft werden. Oft sind diese Beutel weiß. In diesen befindet sich synthetisches (also künstlich hergestelltes) Nikotin, das oral konsumiert wird. Weitere Inhaltsstoffe sind meist Salze, Wasser und Aromastoffe. 

Es gibt auch Snus ohne Nikotin. Diese enthalten Kräutermischungen und Aromen. Konsumiert werden sie auf die gleiche Weise. Auch sie wirken anregend und aufputschend.

Streng genommen sind Snus und Nikotinbeutel nicht das Gleiche. Weil die meisten Jugendlichen die beiden Bezeichnungen synonym verwenden, haben wir uns zum besseren Verständnis für diesen Text auch so entschieden. 

Achtung!
Snus mit Tabak sind in Österreich sowie der gesamten EU mit Ausnahme Schwedens verboten.


Wie wirken Snus?

Bei der Verwendung von Snus nimmst du das Nikotin über die Mundschleimhaut auf. Ein Beutel wird für eine bestimmte Zeit zwischen Unter- oder Oberlippe und Zahnfleisch geschoben und bleibt dort für 20 bis 60 Minuten.

In dieser Zeit beginnt das Nikotin zu wirken. Es stimuliert und puscht wesentlich stärker als eine Zigarette. In vielen Fällen entspricht der Nikotingehalt eines Beutels dem von ca. 4-6 Zigaretten. Das ist also eine ganze Menge. Konsument*innen sprechen auch von einem "Nikotinkick".

Nikotin macht abhängig. Einen unproblematischen oder gar "gesunden" Konsum gibt es nicht.
Snus enthalten krebserregende Inhaltsstoffe und schaden dem Herz-Kreislauf-System.

Nikotinbeutel machen schnell abhängig. Entzugserscheinungen sind z.B.:

  • Unruhe, Gereiztheit
  • Du kannst dich schwer konzentrieren.
  • Schlafstörungen

Tipps für den Konsum

  • Aufgrund der hohen Nikotin-Dosis kann es zu Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder auch zu akuten Vergiftungserscheinungen (Erbrechen, Kreislaufprobleme...) kommen. Hol ärztliche Hilfe, wenn es nicht innerhalb von einer halben Stunde besser wird.
  • Kau oder lutsch nicht an den Beuteln. 
  • Die Beutel sind nicht zum Essen gedacht. Schluck sie nicht, sondern spuck sie aus.
  • Wie lang du die Beutel im Mund behalten kannst, steht auf der Packung. Halte dich an diese Zeitangabe.
  • Verwende keine Snus, wenn du eine Wunde im Mund hast.
  • Ein Beutel enthält durchschnittlich den Nikotingehalt von ca. 4-6 Zigaretten. Es wird damit wesentlich mehr Nikotin aufgenommen als mit dem Rauchen einer Zigarette.
  • Nikotin macht süchtig. Klar, da nicht über die Lunge geraucht wird, sind Snus ein bisschen weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten. Dennoch geht von Snus ein relevantes Suchtpotential aus.
  • Konsumiere nicht, wenn du schwanger bist.
  • Wenn du aufhören magst: Der Entzug von Snus wird oft als schwieriger als der von Zigaretten beschrieben.
  • Lass Snus nicht unbeaufsichtigt rumliegen. Für Babys oder Kleinkinder, die ein Nikotinbeutel verschlucken, besteht akute Lebensgefahr. Ruf umgehend die Rettung unter Tel. 144!

 Mehr dazu lesen kannst du am Factsheet Nikotinbeutel sowie am Infoblatt des Instituts für Suchtprävention Wien


Rechtliche Infos zu Snus

Tabak- und Nikotinprodukte sind nach dem Wiener Jugendschutzgesetz ab 18 Jahren legal erhältlich, da der Erwerb und Besitz für jüngere Personen "von Mittel, die geeignet sind, rauschähnliche Zustände, Süchtigkeit, Betäubung oder physische oder psychische Erregungszustände hervorzurufen" verboten ist.

Somit sind Snus (mit oder ohne Nikotin) wie Tabakprodukte ab dem 18. Geburtstag erlaubt.


Snus in der Schule?

Aktuell gibt es keine rechtliche Grundlage, die eine generelle Verwendung von Nikotinbeutel in der Schule oder im schulischen Kontext verbietet.

Es ist jedoch möglich in der Hausordnung ein Verbot z.B. während des Unterrichts festzulegen.
Grundsätzlich ist die Verwendung von Snus allen unter 18 Jahren nach dem Wiener Jugendschutzgesetz verboten.


Letzte Aktualisierung: November 2022

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