Geschichte der Männlichkeiten.

  • AutorInnen: Jürgen Martschukat, Olaf Stieglitz
  • Campus Verlag Frankfurt/New York 2018
  • Fachgebiete:
  • Geschlechtssensible Pädagogik
  • Politische Bildung
  • Zusatzinformationen:
  • 2., aktualisierte Auflage

Rezension:

„Das Standardwerk zur Männergeschichte!“

Eigentlich sollten in postmodernen Gesellschaften eher „weiblich“ codierte Kompetenzen wie Flexibilität, Teamgeist, Kommunikationsfähigkeit, Empathie und Lernbereitschaft gefragt sein. Und doch tummelt sich an den Schaltstellen der Macht immer noch und immer wieder ein Typus, der geradezu das Gegenteil dazu verkörpert: engstirnig, egomanisch, aggressiv gegenüber anderen, mitleidig einzig mit sich selbst und immer schon am Ende seiner Entwicklung angelangt thront er im Glanz seines weißen, männlichen und heteronormativen Antlitzes. Stabilität scheint sein autoritäres Versprechen, Rücksichtslosigkeit sein ausgrenzendes Angebot. Identitätspolitik sein Instrument. Chiffre für eine Gesellschaftsordnung, in der wieder alles und alle ihren festen Platz finden werden. Dabei nutzt und mobilisiert er in seinem Kampf um gesellschaftliche Hegemonie das Empfinden derer, die sich zurückgesetzt und marginalisiert als Opfer verstehen, obwohl ihnen doch, wie sie meinen, ein natürlicher und angestammter Platz im gesellschaftlichen Zentrum zustehen würde. Wer die gegenwärtige Attraktivität dieses Angebots verstehen möchte, sollte in die Geschichte der Männlichkeiten eintauchen und dieses Buch lesen! TPE

In Kooperation mit
XS SM MD LG