Psychische Gesundheit

Die aktuelle Situation ruft viele verschiedene Gefühle in uns hervor. Angst, Panik, Albträume, Ungewissheit und die Frage, wie das alles weitergehen wird, beschäftigen die meisten von uns.

Rede mit Vertrauenspersonen über deine Gefühle. Lass sie zu.
Für alle, die niemanden zum Reden haben: Wendet euch an eine Beratungsstelle.



Telefonische Beratungen zu psychischer Gesundheit

Du hast Angst? Du weißt nicht weiter? Du spürst eine aufkommende Panikattacke?
Folgende Telefonnummern sind rund um die Uhr erreichbar. Auch wenn es aktuell zu Wartezeiten kommt: Hier wird dir zugehört - Warten zahlt sich aus.

Rat auf Draht

  • Telefonische, Chat und Online-Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen
  • Tel. 147, rund um die Uhr, kostenlos

Telefonseelsorge

  • Tel. 142, rund um die Uhr, kostenfrei
  • Telefonische und Online-Beratung

Sozialpsychiatrischer Notdienst des PSD

  • Notrufnummer bei psychischen Krisen
  • Ambulanz und mobiler Dienst bei akuten Krisen
  • Tel. 01/313 30, rund um die Uhr

Krisenhilfe der Psychotherapeutischen Ambulanz der Sigmund Freud PrivatUniversität

  • Aufgrund der aktuellen Situation bietet die Sigmund Freud Uni kostenlos telefonische Unterstützung an.
  • Tel. 0660/162 51 60 von Mo - So von 10 bis 16 Uhr

Tipps zur psychischen Gesundheit im Ausnahmezustand

Die aktuelle Situation fordert uns alle. Wir haben ein paar Punkte zusammengesammelt, die helfen können trotz allem einen kühlen Kopf zu bewahren.

  • Hol dir Infos zur aktuellen Situation von vertraulichen Quellen - check bitte unsere Links.
  • Mach Pause von Facebook, Instagram, Whatsapp und Co. Es schwirren viele Gerüchte, unseriöse Anaylsen und schlicht erfundene Prognosen herum, das kann ganz schön runterziehen. Beschränke deine tägliche Medienzeit. Leg für den Abend eine Uhrzeit fest, wo Schluß ist mit Nachrichten schauen. Gönn dir soviel Auszeit wie nur möglich.

  • Weil du nicht mehr zur Schule, zum Studium oder zur Arbeit gehen kannst: Organisiere dir deinen Tag. Beispielsweise: Frühstück um 9 Uhr, Homeoffice/Lernen 9-12 Uhr mit Pause, 12.30 Mittagessen, 13 Uhr Telefonat mit Freund_innen, 14 Uhr Youtube-Yoga, 15 Uhr eine Runde um den Block, 16-18 Uhr Homeoffice/Lernen, danach Abendessen, nochmal Kontakt mit Freund_innen, 19.30 Nachrichten und um 21 Uhr Handy aus, Film an.
  • Halte engen Kontakt zu allen dir nahestehenden Personen. Telefon, Facetime, Skype, Signal, Whatsapp, die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Höre zu. Sei da.
  • Rede mit anderen über alles, was dich bewegt. Lass nicht zu, dass zu viele negative Gedanken deine Stimmung runterziehen. Wenn du niemanden zum Reden hast: Ruf Rat auf Draht an unter 147 oder die Telefonseelsorge unter 142.
  • Führe eine Art Tagebuch. Notiere deine Tagesaktivitäten, deine Laune und was am heutigen Tag schön für dich war.
  • Es kann hilfreich sein, ein paar Listen anzulegen. Listen mit Menschen, die dir gut tun und die du täglich kontaktieren magst. Listen mit Dingen, die du machen musst, Dingen, die du machen möchtest und Dingen, die dir gut tun. Wenn es dir mal nicht so gut geht oder die Langeweile sehr groß ist, kann ein Blick darauf schon helfen.
  • Schau Filme, Serien oder Videos, die dir gut tun oder dich zum Lachen bringen.
  • Vergiss nicht, regelmäßig zu essen und zu trinken.
  • Achte auf genügend Bewegung, auf YouTube findest du viele Online-Videos zum Mitmachen, sei das Fitness oder Yoga
  • Gehe möglichst einmal am Tag an die frische Luft, Beine vertreten ist noch immer erlaubt.
  • Damit du nicht ständig dieselben Gedanke wälzt, lerne etwas Neues und fordere dein Hirn heraus. Sei das eine neue Sprache, Tanzschritte, Gesichter zeichnen, kochen - es gibt fast nichts, wozu es keine Tutorials gibt oder schau bei unseren Tipps.
  • Sei besonders vorsichtig mit Alkohol und anderen Drogen. Unterlasse alle Experimente in diese Richtung.
  • Lies unsere Tipps, wenn du zu viel Alkohol getrunken hast oder was bei einem Drogennotfall zu tun ist.
  • Mach auch gedanklich kleine Schritte. Es bringt nichts jetzt daran zu denken, wie der Sommer werden wird. Das weiß nämlich noch niemand. Plane die nächsten Tage. Das ist genug.

Weitere wertvolle Tipps für diese Tage bietet das Infoblatt des Berufsverbands der österreichischen Psycholog_innen.


Mehr zu psychischen Krisen

Leider kann es in Krisenzeiten sein, dass Probleme, die vorher schon da waren, verstärkt auftreten. Oder dass Probleme, die schon überwunden schienen, plötzlich wieder da sind. 

Hier findest du weiterführende Infos zu: 

In Kooperation mit
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